Teil eines Werkes 
4. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Auch Fürſt Anhalt! unterbrach ihn Frühwein mit ſchmerzlichem Ausdruck.Ein ſo alter, tapfrer Kriegs⸗ mann!

Er vertraut ſeinem Kriegsvolk nicht mehr, er traut keinem Böhmen, wie ich euch geſagt habe! Er muth⸗ maßt, die Prager werden den König ausliefern, um ſich günſtige Bedingungen auszuwirken.

Frühwein und Diewiß ſchwiegen rathlos; ſie konnten darauf nichts erwidern, nach dem wilden Ausbruch der Wuth und Treuloſigkeit, von dem ſie ſoeben Zeuge geweſen waren.

Genug, es iſt wie ich euch ſage, fuhr Tharradel fort. Anhalt hat den Kopf verloren. Ich vergebe es ihm. Der Feldherr iſt durch den Vater beſiegt; er iſt auch hier zu ſchwer getroffen....

Wie? Wodurch? Was meint Ihr? fragten die bei⸗ den Andern.

Sein Sohn iſt ja gefallen! Niedergehauen!

Wie? Prinz Chriſtian?

Prinz Chriſtian! Aber er hat gefochten wie ein Löwe! Der junge Thurn iſt auch geblieben, wie man ſagt. Der Vater weiß es aber noch nicht!

Frühwein und Diewiß erſtarrten in tiefer Erſchüt⸗ terung.

Jammer über Jammer! brach Frühwein endlich aus. Ja, es will hart mit uns enden!

Lebt wohl! rief Tharradel und wollte in eine Seiten⸗ gaſſe einbiegen.Ich darf nicht länger Zeit verlieren. Glaubt Ihr, fragte er, noch einen Augenblick ſtillſtehend, daß ich einen Schiffer finde, der es wagt, mich bei dem jetzigen Wetter die Moldau hinabzuführen? Ich will nach Sachſen, und von dort nach der Schweiz.

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