Teil eines Werkes 
4. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Weg! ſagte Diewiß und hielt ihn am Wams.Was iſt denn beſchloſſen?

Sie wollen Waffenſtillſtand auf vierundzwanzig Stun⸗ den ſchließen. Das iſt nur, damit der König Geld und Kleinodien und Papiere retten kann, und Zeit zur Flucht gewinnt. Wir Andern werden preisgegeben!

Wie? Sie ſollten die Stadt nicht vertheidigen wollen?

Nein, ſage ich euch. Thurn beſtand darauf. Anhalt widerrieth. Er traue der Bürgerſchaft, er traue den Böhmen überhaupt nicht mehr!

Da hat er freilich nicht ganz Unrecht! bemerkte Frühwein.

Er habe in der Schlacht erfahren, ſagte Anhalt, wie er ſich auf ſie verlaſſen könne! 2

Allein es gibt doch noch Tapfre im Heer! Haben die Böhmen ſich nicht zehnmal wacker geſchlagen? Unter Thurn, unter Mansfeld? erwiderte Frühwein.

Ja, wären Die an der Spitze geblieben! rief Diewiß.

Da habt Ihr Recht! entgegnete Tharradel eifrig.

Thurn hat vor Wien geſtanden zwei mal, wie heut der Herzog von Baiern vor Prag! und er iſt nicht hineingekommen, antwortete Früh⸗ wein.Warum muß der Herzog nach Prag kommen? Wenn wir die Verſprengten ſammeln, wenn wir die Bürger bewaffnen, wenn wir Mansfeld zu Hülfe rufen...

Ja, ja! Wenn! fiel Tharradel heftig ein.Wenn wir Muth hätten! Thurn hat das Alles auch geſagt; auch Olbramowitz und Andere, ſelbſt der alte Caplicz, der droben im Rath war, trotz ſeiner vierundachtzig Jahre.

Aber Hohenlohe, Fürſt Anhalt....