Teil eines Werkes 
4. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Seinen Unfall? Davon weiß ich ja gar nichts, ſagte Lamormain.

Nun, das kleine Probeſtück auf der Tortur iſt ihm ſo übel bekommen, daß er lange Zeit gelähmt war; jetzt iſt er wieder auf den Füßen, antwortete Thyßka.

Tortur? Ihr habt ihn zur Strafe ein paar Grade durchmachen laſſen? fragte Lamormain.

O nein.... der Zufall.... vielmehr ſeine Straf⸗ barkeit.... antwortete Thyßka verwirrt.

Ihr habt mir da wol im Drang der andren Ge⸗ ſchäfte nicht Alles berichtet, lieber Bruder, ſagte Lamormain mit einem Ton, der den Verweis und zugleich den Be⸗ weis in ſich trug, daß er dennoch ſehr wohl unterrichtet ſei. Thyßka hielt es daher für das Beſte, um Vergebung zu bitten und ganz mit der Sprache herauszugehen.

Ich bekenne, daß ich dies verſäumt habe, hochwürdiger Pater. Ich war ſo beſtürzt über Wolodna's Entweichung, von dem wir viel Wichtiges hätten erfahren können, und es drängten ſich nachmals die Ereigniſſe ſo raſch....

Schon gut, ſchon gut, lieber Thyßka, es hat nichts zu bedeuten, unterbrach ihn Lamormain, erzählt mir nur, was geſchehen iſt.

Der abtrünnige Reitersmann Kaspar Schwarz hatte nicht nur dem Ketzer Wolodna aus dem Gefängniß geholfen, ſondern ſeine Argliſt hatte auch Zaloska ſchwer trunken ge⸗ macht und ihn in dieſem Zuſtande in Wolodna's Kerker geworfen. Es iſt kein Zweifel, daß der Wein mit irgend einem Arcanum vermiſcht geweſen, welches Diejenigen, welche davon genoſſen, völlig betäubt hat.

Und ſo geſchah es, daß der unſchuldige Zaloska ſtatt des Geflüchteten auf die Leiter geſpannt wurde? fragte Lamormain mit ſeinem leiſen ſpöttiſchen Lächeln.Kam