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Er ſchwieg; auch Thyßka. Dunkle Gedanken der Rache bewegten ſich in Beider Seelen.
Lamormain begann wieder:„Wißt Ihr, lieber Pater Thyßka, daß Graf Martiniz und Slawata in Wien ſind?“
„Auf dem Wege zu Ew. Hochwürden begegnete ich dem Geheimſchreiber Fabricius, durch ihn erfuhr ich es.“
„Ganz wohl! Herr Fabricius von Hohenfall. Auf den müſſen wir beſonders achten. Das ſind die drei perſönlich Erbittertſten. Sie können uns am meiſten ſchaden.“
„Schaden?“
„Oder nützen! Je nachdem ihre Erbitterung die rich⸗ tigen Wege geht. Wir müſſen ſie darauf führen. Ich werde heut eine Beſprechung deshalb mit Slawata und Martiniz haben. Ich erſuche Euch derſelben beizuwohnen.“
„Wie Ew. Hochwürden beſtimmen“, antwortete Thyßka, ſich verneigend.
„Um die vierte Stunde Nachmittags, hier in meiner Wohnung.“
Thyßka nahm dies für einen Wink, jetzt aufzubrechen, und empfahl ſich.
„O ſagt mir doch“, fragte Lamormain, ihm einige Schritte das Geleit gebend,„wie ſteht es denn mit Eurem und Slawata's Agenten— wie heißt er doch gleich— dem gewandten Burſchen, der ſich in Regensburg doch ſo arg hinters Licht führen ließ?“
„Dem Leibeigenen Zaloska?“ fragte Thyßka verlegen
erröthend, weil er ſich nicht gern an dieſe fatale Geſchichte
erinnern ließ.
„Ganz recht, derſelbe!?“?
„Die unglückliche Eigenſchaft der Völlerei, welche die meiſten Leute aus dieſen Ständen haben, hat ihm ſeinen Unfall zugezogen und uns die Unannehmlichkeit bereitet.“


