Teil eines Werkes 
3. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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rend er ſeinen andaluſiſchen feurigen Hengſt in den kurzen Galoppſprüngen feſt zuſammenhielt.

Der Fürſt hat ſich wenig verändert ſeit den vielen Jahren, wo ich ihn nicht geſehen, ſagte die Gräfin, halb zu Volkmar zurückgewendet; nnur Haar und Bart ſind etwas ergraut. Sind das Pagen, die hinter dem Fürſten reiten? fragte ſie und deutete auf einen Trupp von ſechs junger Leuten, in blau und weißem Sammet gelleidet, die Zuge folgten.

Es ſind die Leibedelknaben Sr. kurfürſtlichen Durch⸗ laucht, antwortete Volkmar,und von den beiden Rittern hinter ihnen iſt der rechts der Oberhofmarſchall Pleickart von Helmſtädt, auch Oberſt und Ritter und Vicedom zu Neuſtadt in der untern Pfalz.

Und wer iſt Der, welcher ihm zur linken Seite reitet? fragte Eliſabeth.

Ich kenne ihn nicht von Perſon; doch nach der An⸗ ordnung des Feſtzuges muß es der fürſtlich anhaltiſche Hof⸗ meiſter Burghardt von Erlach ſein.

Hinter den beiden Herren folgte die Leibgarde des Kur⸗ fürſten zu Pferd, geführt von dem Rittmeiſter Puland zu Schmalendorf, wie Volkmar auf Anfrage der Gräfin erklärte. Zugleich machte er dieſelbe auf den darauf fol⸗ genden Reiter, der in äußerſt prächtiger Kleidung auf einem herrlichen engliſchen Pferde von hellbrauner Farbe ritt, auf⸗ merkſam:Es iſt Sr. kurfürſtlichen Gnaden Großhofmeiſter, der Graf Johann Albrecht zu Solms.

Jetzt erhöhte ſich die Aufmerkſamkeit der Zuſchauer, denn nunmehr folgten im langen Zuge die böhmiſchen Directo⸗ ren des Herrenſtandes. Hier war Keiner, den die Gräfin und Thekla und ſelbſt auch Thereſe nicht gekannt hätten. Faſt an jeden Einzelnen knüpfte ſie nähere Theilnahme. Die Män⸗