Teil eines Werkes 
3. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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grüne Zweige geſtreut, ſo viel der entblätterte Wald noch hat hergeben wollen, weit über das Kloſter von St.⸗Mar⸗ garethen hinaus, bis zum Rande des Weißen Berges. Dort hält die erſte Abtheilung der berittenen Bürgerſchaft, und viele Tauſende von Männern, Frauen. und Kindern ſind rings gelagert, weil ſie von dort aus die Straße, auf der der König hereinkommt, am weiteſten überſehen können. Viele Meilen weit in der Runde iſt das Landvolk aus allen Dörfern zuſammengeſtrömt!

Welch ein erhebendes, rührendes Schauſpiel, ein ſo gutes, ſo treues Volk in der Freude ſeiner Hoffnungen! ſagte Eliſabeth und eine Thräne glänzte in ihrem ſanften Auge. Thereſe legte bewegt den Arm um den Nacken des erzählenden Vaters und lehnte das Haupt an ſeine Schulter.

Am Reichsthor iſt eine hohe Ehrenpforte von grünen Tannenzweigen erbaut, fuhr dieſer fort;auf ihren Gipfeln flattern die pfälziſchen und böhmiſchen Fahnen, und am Thore ſind die Wappen beider Länder aufgerichtet, auch mit Fahnen rings umſtellt, die pfälziſchen weiß und blau, die böhmiſchen weiß und roth. Unſer weißer Löwe leuchtet ſtolz weithin aus dem rothen Felde hervor!

Es iſt ja auch ein Tag, antwortete die Gräfin,auf

den Böhmen ſtolz ſein muß, und er wird ebenſo weithin

glänzen in der Geſchichte des Vaterlandes!

Ein Kanonenſchuß, der mit mächtigem Schall die Lüfte theilte, zog die Aufmerkſamkeit wieder der Straße zu. Alles gerieth dort in erhöhte Bewegung, die bewaffneten Bürger im Spalier richteten ſich.

Das iſt das Zeichen, daß der König vom Stern aufbricht, ſagte Wolodna,in einer Stunde iſt er hier! Dieſer Schuß iſt am Strahowthore gelöſt worden; weiter