Teil eines Werkes 
3. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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wollte ich auch ſelbſt das Schwert für ſie führen! Die Augen leuchteten dem entſchloſſenen Mann, indem er ſprach.

Alle können nicht genug erzählen, ſagte die Gräfin, von der liebreichen Huld des hohen Paares!

Eins aber hätte ich ihnen gern erlaſſen! fuhr Olbramowitz im Tone ſcherzenden Spottes fort.Einen geiſtlichen Herrn da, Stultus oder Scultus wie er heißt.

Scultetus, fiel Biela lächelnd ein.Abraham Schulz, auf deutſch.

Meinethalben alſo Schulzetus oder Scultetus; den hätte er im Neckar laſſen mögen!

Ei, ei, hob die Gräfin lächelnd den Finger,das iſt kein ſehr chriſtlicher Wunſch und gegen einen geiſt⸗ lichen Herrn zumal!

So übermäßig chriſtlich, ſprach Olbramowitz jetzt ern⸗ ſter,kam mir der Herr Hofpaſtor auch nicht vor. Er predigte aus dem zwanzigſten Pſalm*); wider den Text habe ich nichts, er war gut gewählt.«Der Herr gebe dir, was dein Herz begehrt, und erfülle alle deine An⸗ ſchläge. Und weiter:«Nun merke ich, daß der Herr ſeinem Geſalbten hilft und erhört ihn in ſeinem Him⸗ mel. Und zum dritten:Jene verlaſſen ſich auf Wagen und Roſſe, wir aber denken an den Namen des Herrn, unſeres Gottes.

Ein ſchöner Text, ſprachen Thekla und Thereſe, die ſich bisher tief ſchweigend gehalten, wie mit Einem Worte.

Gewiß, pflichtete Olbramowitz bei;allein der ge⸗ lehrte Herr gerieth dabei in Eifer gleich einem Bilderſtürmer.

*) Hiſtoriſch.