Teil eines Werkes 
3. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Mit Thurn war ich deſto häufiger zuſammen, ant⸗ wortete er, Eliſabeth mit warmem Händedruck begrüßend. Ich wäre auch jetzt gern bei ihm, fuhr er in ſeiner kräftig derben Weiſe fort;denn er braucht ſeinen Degen wieder ſo wacker wie im Frühjahr. Doch hier gibt es auch Fülle der Arbeit, und was wir dort in Waldſaſſen gethan, wovon hier eben geſprochen wurde, das war freu⸗ diges Werk!

Ihr habt ſelbſt geſehen und gehört, Dworſchetzli, ſagte Biela,ſo könnt Ihr uns recht lebendig be⸗ richten!

Ich wollte, Ihr Alle wäret zugegen geweſen! Za, Schlick hat ernſt und wahr geſprochen, dem Kurfürſten das Loos Böhmens beweglich ans Herz gelegt. Aber die Ant⸗ wort des jungen, edelbegeiſterten Herrn drang uns Allen wie Sonnenſtrahl ins Herz. Er iſt voll freudigen Muthes, voll friſcher Zuverſicht! Seine Worte waren uns ein Labetrunk!

Hat nicht auch die Kurfürſtin ihre Geſinnungen aus⸗ gedrückt, fragte die Gräfin Thurn.

Nachdem wir den durchlauchtigſten Herrn begrüßt, begaben wir uns zu der Frau Kurfürſtin, antwortete Dworſchetzki.Wenzel von Rupa hielt die Anrede in franzöſiſcher Sprache; die Kurfürſtin erwiderte ebenſo. Was Beide ſagten konnte ich zwar nicht verſtehen, denn ge⸗ läufig ſpreche ich nur mein gutes Böhmiſch, ein wenig deutſch und ein leidliches Wort Latein; damit iſt meine Gelehrſamkeit zu Ende; allein ſehen konnte ich doch, wie die Kurfürſtin ſprach und den Ton ihrer Stimme hören. Sie war ſo freundlich wie der Mai und hat eine Stimme wie eine Nachtigall! Das iſt ein Herrſcherpaar! Mein Herz und mein Leben für Beide! Im Nothfall