Teil eines Werkes 
3. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Von dort begaben ſich die Abgeordneten in zwanzig Carroſſen nach Waldſaſſen. Sie hatten Schlick zum Sprecher gewählt, wiewol die ausgezeichnetſten, tapferſten und gelehrteſten Männer ſich in der Geſandtſchaft befanden.

Graf Schlick vereint alle dieſe Eigenſchaften, bemerkte die Gräfin.

Wenzel von Rupa, fuhr Biela fort,Procop Dworſchetzki von Olbramowitz, Gottlieb Berka von der Daub, waren für Böhmen mit; für Mähren Barthold Bohobud von der Leip und Zſcherka Olbramowitz; für Schleſien Graf Ulrich Schaf⸗ gotſch, für die Oberlauſitz der hochgelahrte Doctor Am⸗ broſius Hadermer und noch viele Andere!

Wahrlich, entgegnete Eliſabeth,ein Verein von Männern der höchſten Auszeichnung!

Der Kurfürſt hat ſie aber auch als ſolche empfangen, nahm Biela wieder mit freudigen Blicken das Wort. Graf Schlick hat ihm die Anrede gehalten und darin die Lage unſeres Landes dargeſtellt. Er ſagte mir ſelbſt, er habe ſo ernſt und doch mit ſolcher Wärme geſprochen, wie zu einem Freunde, ſo wohl ſei ihm ums Herz geworden, als er in das theilnehmende Angeſicht des jungen Fürſten geſchaut.

Und wie wohlbedacht, tapfer und freudig hat er die Worte des Grafen erwidert, ſprach eine andere kräftige Stimme unvermuthet einfallend. Es war Olbramowitz ſelbſt, der eben eingetreten war und Biela abholen wollte, um mit ihm zuſammen hinauszufahren.

O willkommen, theuerſter Freund, empfing ihn die Gräfin mit frohem Ausruf,wie lange habe ich Euch nicht geſehen!