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fanden ihren Platz hart am Thor, innerhalb deſſelben. Die Feſtordnung hatte den Sinn, daß Vertreter der⸗ jenigen großen Zeit Böhmens, aus der ſich die Glaubensrichtung geboren hatte für die es jetzt kämpfte, die erſten ſein ſollten, welche den König innerhalb der Mauern begrüßten. Denn in dieſer Hauptſtadt war zuerſt das Licht entzündet, das jetzt Allen leuchtete. Die huſſitiſchen Streiter erſchienen daher als Abgeſandte früherer Jahrhunderte, um dem einziehenden Herrſcher Dank darzubringen, daß er die hei⸗ ligen Güter beſchützen wolle, für die ſie ihr Blut geopfert hatten. Dieſe Schaar der ſo eigenthümlich und ſchwer Be⸗ waffneten miſchte dem feſtlichen Anblick einen eigenen düſtern Zug ein. Thekla, die mit einem von ſüßen und heiligen Gefühlen und verſchwiegenen Hoffnungen erfüllten Herzen in die feſtliche Bewegung hinabſchaute, wandte ſich, als ſie vorüberzog, zu ihrer Mutter und ſagte:„Dieſe eiſernen Männer haben etwas Schauerliches für mich!“
„Sie erinnern uns daran“, antwortete Eliſabeth,„daß trotz dieſes heitren Feſtgewandes die Zeit eine ſehr ernſte iſt!“
Thereſe folgte mit ihrem dunklen Auge der Schaar; ihre Züge drückten überhaupt mehr Ernſt als Freude aus.
„Es macht mir Grauen“, wandte ſich Thekla zu ihr, „daß man ſich mit ſo fürchterlichen Waffen bekämpfte. Mir ſtehen die entſetzlich Zerſchmetterten vor Augen, die von dieſen Eiſenkeulen getroffen wurden!“
„Ihr Glaube war“, antwortete Thereſe,„wir müſſen mit Blut die Flammen des Scheiterhaufens löſchen, in denen unſer Märtyrer Huß ſtarb— Hätten die Glau⸗ bensverfolger nicht zuerſt das reine fromme Wort der


