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die allgemeine Freude aus den bejahrten Zügen wider⸗
ſtrahlend, vor den Thüren; um ſie her ſpielten nur die kleinſten Kinder, die noch nicht mit hinaus konnten in das freudige Gedränge und Getümmel auf der andern Seite des Moldauſtroms. Denn dort, vom Hradſchin ab, wim⸗ melte es auf Plätzen und Straßen, bis zum Reichsthor, von drängenden Volksmaſſen, die den Einzug des Königs erwarteten oder ihm entgegenſtrömten, hinaus nach dem Luſtwäldchen, dem Stern.—
Die bewaffnete prager Bürgerſchaft zu Fuß hatte ſich im Spalier aufgeſtellt, vom Schloß an, wo der Ein⸗ gang zum großen Saal hinaufführt, bis zu der Abtei Strahow am Thor. Die berittene Bürgerſchaft von der Altſtadt, der Neuſtadt und der Kleinſeite ſollte dem Könige bis auf eine Meile vor die Stadt entgegenreiten und von dem Punkte der Begegnung denſelben bis zum Stern zu⸗ rückgeleiten, wo die Stände ihn empfingen.——
In einem Hauſe der Radnodomska⸗Ulice oder Rath⸗ hausſtraße, welches dem Ritter Friedrich von Biela gehörte, der ein naher Freund Thurn's und mit ihm zugleich Glaubensdefenſor vom Ritterſtande geweſen war, befanden ſich die Gräfin Eliſabeth Thurn, Thekla und Thereſe, um von dort aus dem Einzug zuzuſchauen. Denn da Graf Thurn ſelbſt beim Heere ſtand, das gerade in dieſen Tagen wieder nahe vor Wien rückte, hatte die Gräfin Eliſabeth es angemeſſen gefunden, ſich nicht mit den andern zum Hof gehörigen Damen auf dem Schloß zu ver⸗ ſammeln. Es lag in ihrem Wunſch, jetzt noch nicht als eine Bewohnerin Prags zu gelten, da ſie noch immer zu Karlsſtein weilte und nur zu dieſem Feſttage hereinge⸗ kommen war; ſie betrachtete ſich halb und halb wie im Witt⸗ wenſtande und wollte öffentliches Erſcheinen nach Rang und


