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„Das iſt ein glückliches Zeichen“, ſprach der Pfarrer, als Wolodna aus der Thür war,„ich traue auf dieſes Pfand des Segens, das der Herr gegeben. Es iſt ein Friedenspfand. Es ſoll uns Allen eine Bürgſchaft ſein.— Dem Pfand all unſeres Dichtens und Trachtens“, ſprach er feierlich und erhob das Glas; Alle am Tiſch mit ihm.
Das waren die Hoffnungen dieſer Tage!— Anders waren die Erfüllungen!
Achtzehntes Capitel.
Der 31. October war der hohe Feſttag für Prag, an welchem ſein neuer König einziehen ſollte. Ein ſchöner Herbſttag. Der weiße Morgennebel, welcher in der Frühe das Moldauthal erfüllt hatte, ſenkte ſich wie die Sonne höher ſtieg und ließ zuerſt die Höhen aus leichten, duftigen Schleiern hervorſchimmern, bis ſie ſich ganz klar zeigten. Bald ragten die ſtolzen Thürme der Stadt mit ihren viel⸗ gezackten Spitzen frei in das reinſte Blau empor. Von ihren Zinnen ertönte das Geläut aller Glocken, als ob es aus dem Himmelsdom ſelbſt feierlich herniederſchalle. In der Altſtadt waren alle Gaſſen wie verödet, prangten aber dennoch im feſtlichen Schmuck. Aus den Fenſtern der Häuſer hingen Teppiche herab; Kränze, die das letzte Laub der Wälder in ihrer bunten Färbung hergegeben hatte, zogen ſich quer über die Straße. Doch nur alte Müt⸗ terchen, ſchwache Greiſe, bewachten die Häuſer. Sie ſaßen,
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