Teil eines Werkes 
3. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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haube der Kuttenberger, ſagte er, indem er den Helm abnahm und zeigte.Und das hier, er hob die lanzen⸗ ähnliche Waffe empor,war ein Teufelsinſtrument. Was meint Ihr zu dieſem Dreſchflegel?

Das iſt alſo einer von den berühmten Dreſchflegeln? fragte Holoduk und griff nach der Waffe.

Davon hat mir mein Großvater noch erzählt! Sein Großvater hatte mit dem Dreſchflegel bei Tabor einen brandenburgiſchen Oberſten vom Pferd gehauen. Auf einen Hieb ſprang der Helm in Stücke und beim zweiten ſtürzte der wankende Reiter, daß er kein Glied mehr regte. Wetter und Teufel, das ſind aber auch Eiſenzähne hier!

Die Waffe machte die Runde; ſie beſtand in einem hölzernen mit Eiſen beſchlagenen Schaft, etwa von Manns⸗ höhe; oben war an leichten aber feſten Ketten und zugleich mit Riemen ein bewegliches, armlanges Holzſtück, genau wie beim Dreſchflegel befeſtigt, das nicht nur mit Eiſen beſchlagen war, ſondern ringsum eiſerne Spitzen, von etwa anderthalb Zoll Länge hatte. Durch die gewaltige Schwung⸗ kraft in dieſem beweglichen Theil, wenn der Schaft einen Hieb vollführte, wurden die ſtärkſten Rüſtungen zerſchmet⸗ tert, und manchen Sieg dankten die Huſſiten dieſer furcht⸗ baren Zerſtörungswaffe, welche der Feind nicht beſaß.

Eine mörderiſche Waffe, ſagte einer der Gäſte,die ſollte man wieder einführen!

Mit Vergunſt, wandte Holoduk ein.Das war gut für den damaligen Krieg; für wilde Haufen; heut zu Tage iſt das Ding nicht mehr zu gebrauchen. Seit die Mus⸗ keten und Karthaunen mitſpielen, iſt's aus mit den Dreſch⸗ flegeln.

Nun, meinte einer der Bürger,ihr habt doch noch Lanzen und breite Schwerter und Säbel!