Teil eines Werkes 
3. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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ſt ganz etwas Anderes, werther Herr, belehrte Holoduk, der ſich freute, hier mit einigem Anſehen als Kriegs⸗ und Sachkundiger aufzutreten.Das ſind Waffen, die in geſchloſſenen Reihen gebraucht werden können. Jetzt wird mit Ordnung gefochten. Es geht Alles im Gan⸗ zen, nicht wie jeder Einzelne Luſt hat. In Reih und Glied iſt die Lanze wirkſam, wenn's erſt zum Handgemenge kommt, aber nicht dieſer Dreſchflegel. Damit können nur einzelne Trupps und Leute kämpfen; mit dem Dreſchflegel muß man links und rechts hantieren können, da ſchlüge man in der Front mehr Nachbarn todt als Feinde!

Ein murmelndes Lachen lief durch den Kreis.

Allein das wundert mich, bemerkte wiederum Einer, indem er die Waffe genau betrachtete,daß die Spiitzen hier an dem Flegel ſo ſtumpf und ſo kurz ſind. Wenn ſie länger und recht ſcharf wären, müßten ſie doch noch ganz anders in Fleiſch und Bein dringen!

Das meine ich auch, pflichtete ein Anderer bei,auch habe ich auf der Rüſtkammer im Hradſchin dergleichen ge⸗ ſehen, wo die Spitzen wol fingerlang waren und dabei ſcharf wie die Dolche!

Ganz recht, werther Herr, docirte Holoduk, der in die Mitte des Kreiſes getreten war, weiter,das war die alte Art. So rückten die Kuttenberger anfänglich aus. Aber dies iſt die von Ziska verbeſſerte Gattung. Die alten fleiſchten, das iſt nicht zu leugnen, aber der Eiſen⸗ zahn ſaß feſt und der Mann konnte die Waffe nicht zu⸗ rückziehen, da war er mit einem Hieb entwaffnet und fand oft den Tod. Dieſe Spitzen zerſchmettern, aber haften nicht, der Mann kann die Waffe raſch wieder heben; mit dieſen Dingern läßt ſich wahrhaft dreſchen, Schlag auf Schlag!