Teil eines Werkes 
3. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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ward das beſſere Theil! Wolodna ſchwieg in ſtummer Rührung.

Werdet nur nicht traurig heut an dem Tage der Freude, ſagte Holoduk herzlich und klopfte Wolodna auf die Schulter.Er hat die himmliſchen Freuden; ſo laßt uns der Freude auf Erden genießen!

Requiescat in pace! ſprach der Pfarrer.

Setzt Euch zu uns, Wolodna, bat Czernig.Wir rücken zuſammen. Trinkt ein Glas mit uns! Ihr müßt beiſammen ſitzen, ihr beiden Aelteſten, wandte er ſich gleich⸗ zeitig zu Holoduk.Schaut einmal! Ihr ſeht euch ein⸗ ander ähnlich wie zwei Brüder! Und alle Beide habt ihr die Kreuzwege da auf der Stirn!

Nikolas Holoduk hat ſeiner Zeit die Türkenſäbel auch kennen gelernt, ſagte der Hauptmann ſelbſtgefällig.

Und die Türken Euer ſcharfes Schwert, Herr Haupt⸗ mann, antwortete Czernig.

Kann's nicht leugnen, ich habe mich gewehrt das ſind alte vergeſſene Geſchichten. Es iſt vorbei damit! Ich bin zu alt zum Fechten!

Nicht ſo ganz! ſagte Wolodna lächelnd,noch in Kloſtergrab damals!

Begraben wir das damals! rief Czernig.Es war ein grauenvoller Tag! Wir wollen uns den frohen Abend nicht damit verderben. Kommt, Kinder, ſetzt euch.

Sie nahmen Platz an der Tafel.

Wolodna ſchaute ſich jetzt erſt recht um. Er ſah man⸗ chen Bekannten, empfing manchen Gruß und Handſchlag.

Ihr erkennt mich wol nicht mehr, Hauptmann Wo⸗ lodna mit dieſem Rang war er durch Thurn beklei⸗ det fing ein Mann in mittlern Jahren, der ihm gerade gegenüber ſaß, das Geſpräch an;wir haben doch ſchon