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Und mit dieſen Worten nahm die reizende, ſchmeichelnde Gattin den Arm ihres Gemahls in einer Weiſe, die ihn faſt zwang, ſie zu geleiten. So traten ſie in das Vorgemach. Der Kurfürſt war ſo verwirrt, daß er kaum wahrnahm was vorging; doch die Kurfürſtin glich Alles durch ihre ge⸗ wandte Leutſeligkeit aus. Sie grüßte ringsher, ſprach bald engliſch, bald franzöſiſch, je nachdem ſie von ihren Um⸗ gebungen in dieſen Sprachen verſtanden wurde, und niſchte auch einige deutſche Worte ein, was immer einen ſehr günſtigen Eindruck hervorbrachte. So wurde die Unſicher⸗ heit und zerſtreute Haltung des Kurfürſten nicht bemerkt, und der Zug ordnete ſich. Graf Erbach eröffnete ihn; ihm folgten ſechs Pagen, dann das kurfürſtliche Paar. Durch eine Reihe von Zimmern, in welchen die Dienerſchaft ſich in den Staatslivreen befand, erreichten ſie den Ritterſaal, wo die geſammten Hofſtaaten verſammelt waren. Indem das hohe Paar eintrat, erſchallte von einem draußen auf dem Schloßhofe zu Pferd aufgeſtellten Chor von Kunſttrompetern und Heerpaukern eine ſchmetternde Fanfare, worin ſich ein„Vivat Fridericus, vivat Elisabetha!“ der ſich im Saale Verſammelten miſchte.
Aller Augen glänzten in Freude, Aller Herzen waren gehoben durch ſtolze Hoffnungen; das Ceremoniel war kein feſtes Band mehr die Ordnung zu erhalten, von eifrigem liebenden Gedränge wurde das Herrſcherpaar rings um⸗ geben.— Der Kurfürſt fand ſeine Faſſung und Stimmung wieder, da er ſah, daß das Fehlen ſeiner Mutter in dem allgemeinen Freudenrauſch gar nicht wahrgenommen wurde. Der freudige Muth kehrte in ſeine Seele zurück. In edler ritterlicher Haltung ſchritt er bald in dem Zuge dahin, wel⸗ cher jetzt unter dem feierlichen Geläut aller Glocken in der Stadt drunten, und von den Thürmen des Schloſſes über


