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den Häuptern der Wandelnden begann. Eine glänzende Herbſtſonne erhöhte die Pracht und Feſtlichkeit des Schau⸗ ſpiels. Um es ſo reich zu entfalten als möglich, nahm der Zug ſeinen Weg nicht durch die engen Fußwege mit Treppen⸗ ſtufen, welche gerad hinunter durch die ſchmalen Gaſſen zum Markte führen, ſondern er ging über den Schloßhof, die Brücke am ſüdlichen Theil und die breite, für Wagen und Roß geeignete Bergſtraße hinab, um dann über den großen Platz vor der Univerſität durch das Mittelthor in die Hauptſtraße einzubiegen, und ſich ſo der Kirche zuzubewegen. Die Kunſttrompeter und Heerpauker, alle in reichen gold⸗ geſtickten Uniformen, die Pferde mit ſtolzen Federbüſchen geſchmückt, eröffneten den Zug. Dann folgte eine Abtheilung der kurfürſtlichen Leibwache, in blanken Harniſchen, geführt von dem Hauptmann derſelben, Konrad von Wonßheimb. Hinter dieſer mehrere Hofkutſchen, in denen die höheren Hof⸗ cavaliere und Damen ſaßen, und dann in einem mit acht prächtigen Schimmeln beſpannten offenen Wagen, dem zwei Stallmeiſter voranritten und acht Cavaliere zu Pferde auf beiden Seiten das Geleit gaben, der Kurfürſt und ſeine Gemahlin. Sämmtliche andere Hofcavaliere, die Kammer⸗ junker, Edelknaben, die kurfürſtlichen Räthe, folgten zu Fuß. Eine Abtheilung Hartſchiere in rothen mit Gold reich ge⸗ ſtickten Mänteln, ſilbernen Harniſchen, lange Hellebarden tragend, beſchloß den Zug. Eine unabſehbare Volksmenge begleitete ihn jubelnd, auf dem ganzen Wege in die Stadt hinab, bis zur Kirche.— Die Damen des Hofes ſowie die angeſehenſten Frauen der Bürgerſchaft ſaßen ſchon da⸗ ſelbſt auf ihren Plätzen; Alle, die zum Hofſtaat gehörten, der Kanzel gegenüber. Die, welche auf dem Schloß geweſen, waren in Sänften den Fußweg hinab dorthin getragen worden.
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