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Wahrheit! Sie weiß noch nicht, daß das Schwert am wenigſten taugt, ihr Bahn zu brechen!“
„So ſcheint es doch“, ſagte Agathe,„als ob die Mehr⸗ zahl der Fürſten ſich für die Annahme der Krone ent⸗ ſchieden habe?“
„Nein, o nein; nur die, die ich dir genannt. Viele der angeſehenſten und mächtigſten Herren in Deutſchland ſind dagegen. Ich will nicht vom Herzog Maximilian von Baiern reden, deſſen Freundſchaft zum Kaiſer ihn natürlich zum Gegner der Sache macht; ſelbſt nicht vom Kurfürſten von Sachſen, denn er iſt, wiewol luthe⸗ riſch, doch von jeher mehr auf Seiten des Hauſes Oeſterreich geweſen. Allein das ganze kurfürſtliche Collegium hat ein Geſammtſchreiben der Ab⸗ mahnung*), und daß ich's nur gerade heraus ſage, der Warnung an unſern kurfürſtlichen Herrn erlaſſen. Sie werden es zu ihrer Rechtfertigung vor Kaiſer und Reich veröffentlichen laſſen, es iſt alſo auch hierbei nichts Geheimes mehr. Ich war zugegen als Se. Gnaden der Kurfürſt die Zuſchrift empfing; ich ſah, daß er erbleichte, indem er ſie las. Als ich ihn nun ſo in Unruhe und Sorgen erblickte, ging mir's an die Seele, und ich fragte— denn wir waren ganz allein im Arbeitszimmer—: Gewiß haben Ew. kurfürſtlichen Gnaden ſehr traurige Botſchaft empfangen!» «Da leſet ſelbſt, lieber Rippell», ſagte der Herr mit güti⸗ gem Ton und gab mir das Schreiben. Ich las, und im Leſen zitterte ich ſelbſt; das Schreiben war allerdings ge⸗ wichtigen Inhalts.
„«Nun?y fragte der Herr,«was ſagt Ihr? Doch ich weiß ja Eure Meinung Rippell“, ſetzte er hinzu,«aber
*) Hiſtoriſch.


