Teil eines Werkes 
3. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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kümmern; ich muß meine Pflicht thun, und meinen Rath nach wahrhafter Ueberzeugung ausſprechen, erwiderte Rippell.Daß ich alſo den Herrn mit ſchweren Sorgen nach Rothenburg begleitete, fuhr er fortkönnt ihr denken! Allein mir wurde das Herz leichter, als die Be⸗ rathungen und Verhandlungen dort begannen. Denn ich fand viele der fürſtlichen Herren und ihre Räthe oder ſonſtigen Begleiter ganz meiner Anſicht. Da waren der Herzog von Würtemb erg, mit ihm der Graf Eberhard, und der würdige Dietrich von Hohenheim, den er in ſeinem Gefolge hatte; ferner von den verbündeten Fürſten der Herzog von Kulmbach, der Landgraf von Heſſen, der hatte ſeinen gelehrten Rath Chriſtoph Buchner bei ſich, ſie Alle hoben die großen Bedenken und ſchweren Folgen hervor, die der Schritt haben könne. Oft ſchien der Kurfürſt auch ganz davon überzeugt. Dann aber hörte er auch Andere. Der Herzog von Ansbach, der Mark⸗ graf von Baden riethen zur Annahme; auch Fürſt Chriſtian von Anhalt....

Wie, unterbrach Agathe ihren Vaterder Fürſt hatte ja, als er im vorigen Monat hier war, große Be⸗ denken dagegen?

Er hat ſeinen Sinn geändert; hat ihn Camerarius überzeugt, oder hat Scultetus ihm ſo eifrig gepredigt und ins Gewiſſen geredet wie unſerm Herrn Kurfürſten genug er iſt jetzt ganz für die Sache. Vielleicht auch daß der junge Fürſt ihm die Lage der Dinge in Böhmen anders geſchildert hat; denn auch dieſer iſt voll Eifer für die Böhmen aus Prag zurückgekehrt. Er hat das Feuer der Jugend und einen edlen ritterlichen Sinn; der treibt ihn in den Kampf. Was kann die Jugend ſich Rühmlicheres und Größeres denken, als das Schwert zu ziehen für die