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muß es ſein, daß es darum doch tauſend und tauſend Glücklichen leuchtet, die darauf gehofft, daß für jedes Auge, welches der Wille des Herrn ſchließt, ſich andere ſeiner ſegnenden Sonne öffnen! Und wem das irdiſche Glück erſtirbt, glänzt dem nicht das ewige, himmliſche?“
Der Blick des edlen Mannes ſtrahlte in frommer Er⸗ hebung und Andacht bei dieſen Worten. Nicht fiel, es war eine ungekannte Wohlthat des Himmels, der düſtre Schat⸗ ten der Ahnung in ſeine Bruſt, welch ein Loos ihm ſelbſt verhängt war, als irdiſcher Ausgang der hohen Hoff⸗ nungen, auf die er ſeine Seele richtete! Doch hätte er es gekannt, er würde ſich mit edler Kraft darüber erhoben haben, wie dieſe ihm nicht verſagte, in der ſchweren, grauen⸗ vollen Stunde der Prüfung. Ein großes Glück war es, zugleich aber auch ein hohes Verdienſt ſeiner vertrauens⸗ vollen Kraft, daß ſeine Zuverſicht auf den Sieg der Sache unerſchüttert blieb. Aber ſelbſt hätte er ſchon jetzt das Ende der Kämpfe gekannt, die Böhmen begonnen, eine ſo hohe Geſinnung wie die ſeinige würde ſie doch nicht aufgegeben haben. Er hätte ſich geſagt: Dies iſt der Ausgang für den irdiſchen Blick; aber das Auge des Lenkers der Dinge ſchaut weiter hinaus! Ihm, vor dem tauſend Jahre ſind wie ein Tag, liegt das Ziel hell vor Augen, weit jenſeit der düſtren Kluft, die für die Grenzen unſeres Blickes die verſchlingende Gruft bildet, in die unſer hohes Streben und Hoffen verſinkt!——
Alle im Saale hatten ſich, als Jeſſenius vom Seſſel aufſtand, faſt unwillkürlich mit ihm erhoben. Die Herzen waren feierlich erſchüttert. Es wehte wie die leiſen Schauer einer Ahnung des Künftigen durch den Kreis dieſer eng⸗ verbündeten Freunde. Denn, obwol jede Bruſt den Troſt der Zuverſicht der innern Heiligung empfand, ſo durch⸗


