Teil eines Werkes 
3. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Entſchluß ſichert nachher die Möglichkeit des raſchen und richtigen Handelns.

O gewiß, ſtimmte die Gräfin, von ihrer geheimen Empfindung etwas zu raſch hingeriſſen bei,übereilter Be⸗ ſchluß iſt oft allzu verderblich in ſeinen Folgen!

Die Wahrheit dieſes Wortes empfand ſich unter den Verhältniſſen der Zeit nach vielen Richtungen ſo ſchwer, daß ſie Jedem Stoff zur Erwägung für ſich ſelbſt geben

mußte.

Jeſſenius erwiderte darauf mit ruhiger Betrachtung: Alle großen Ereigniſſe und Unternehmungen in der Welt treten ſtets unter großen Schwierigkeiten ins Leben. Das Kleinere nur vollbringt ſich glatt und leicht. So muß auch unſere große Sache Hinderniſſe und Hemmungen erdulden, Kämpfe durchfechten; das haben wir ſeit anderthalb Jahren täglich erfahren. Doch ſie drängt vorwärts durch ihr eige⸗ nes Gewicht; wir ſelbſt könnten ſie nicht mehr rückwärts leiten, ſo wenig wie den Strom. Er muß durch die Kraft ſeiner eigenen Wellen ans Ziel, ob er auch Dämme zu überfluten, ja Felsgebirge zu durchbrechen hat.

Die Gräfin, ihren eigenen Ausbruch bereuend, wobei ſie an Thurn's übereilte und leidenſchaftliche Schritte dachte, welche Böhmen in den Kampf geſtürzt hatten, gab dem Geſpräch eine andere Wendung. Sie kehrte zu den Ver⸗ hältniſſen Bethlen Gabor's zurück und fragte Jeſſenius, ob die Wahl König Ferdinand's zum Kaiſer dem ſieben⸗ bürgiſchen Fürſten nicht ein Anlaß ſein könne, in ſeiner be⸗ freundeten Stellung zu Böhmen wankelmüthig zu werden.

Ich glaube nicht, antwortete Jeſſenius,daß der deutſche Kaiſer in der Lage iſt, ihm nähere und wich⸗ tigere Vortheile darzubieten als der König von Ungarn oder der Erzherzog von Oeſterreich. Vielleicht könnte ſogar

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