Spitze ſeiner Armada. Doch die Heerlager werden einander
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Der Fürſt iſt nun völlig überzeugt, daß ſein Vortheil auf unſerer Seite liegt. Was Oeſterreich ihm anbietet, iſt un⸗ gewiß, wenn es obſiegt, und zerfällt in Nichts, wenn wir ſiegen. Ich vertraue alſo nicht auf Bethlen Gabor's Treue, ſondern er liegt uns an einem Anker feſt, der leider faſt überall in der Welt am ſicherſten, bei ihm un⸗ zerreißbar hält, an dem Anker des Eigennutzes. Wir haben jetzt nur zu ſorgen, daß dem biſſigen Zahn deſſelben der rechte Ankergrund nicht fehle!— Uns freilich“, fügte er nach kurzem Anhalten feierlich hinzu,„halten andere Bande, denn wir ſtehen auf andrem Boden.“
Alle waren Jeſſenius' Worten mit unverwandter Auf⸗ merkſamkeit gefolgt. Sein Auge leuchtete, während er ſprach; ſeine hohe klare Stirn war gleich einem Thron hoher klarer Gedanken. Es herrſchte eine tiefe Stille in dem Gemach; die Gräfin Eliſabeth brach das Schweigen zuerſt.
„Ihr wißt wol nicht, mein würdiger Freund“, wandte ſie ſich zu Jeſſenius,„wann der Fürſt mit Thurn zuſammen⸗ treffen wird?“
„Der Vater“, fiel Heinrich lebhaft ein, noch bevor Jeſſenius antworten konnte,„hat ſchon in der vorigen Woche jeden Tag Nachrichten darüber von dem Fürſten erwartet.“
„Darüber“, ſagte Jeſſenius,„können nur die Umſtände entſcheiden. Es iſt in Abſicht, daß beide Feldherren per⸗ ſönlich zuſammenkommen, um ſich über die gemeinſamen Unternehmungen zu beſprechen. Allein in dieſem Augen⸗ blicke ſind die Führer mit ihren Truppen noch zu weit von⸗ einander entfernt. Sie müßten des Geſprächs halber ein zu weites, unſicheres Gebiet durchreiſen und würden, auch wenn kein Unfall zu fürchten wäre, doch zu lange da fehlen, wo ihre Gegenwart am nothwendigſten iſt, Jeder an der
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