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wechſelt er die Handlungsweiſe. Ich mußte ihn alſo über⸗ zeugen, daß ſein Vortheil auf unſerer Seite liege; das iſt mir gelungen und darum baue ich auf ſeine Hülfe!— Ich hatte freilich keinen leichten Stand. Von Wien aus wurde Alles in Bewegung geſetzt, um ihn für den König Ferdi⸗ nand zu gewinnen. Pater Lamormain hatte ſein ſcharfes, immer offenes Auge auf Bethlen Gabor gerichtet. Er hatte mir einen Gegner geſandt, den Grafen Piccolomini, mit dem ich ſchwierige Kämpfe beſtehen mußte. Ich ſiegte durch die Wahrheit. Denn das Licht der gereinigten Lehre, edle Frau, hat ſeine Strahlen auch bis in jene fernen Gegenden geworfen. In Ungarn, in Siebenbürgen, bis tief in die unglücklichen Chriſtenländer hinein, wo der Türke noch ſeine unumſchränkte blutige Gewalt übt, hat es gezündet. Ich habe den Funken mit aller meiner Kraft zur lodernden Flamme anzufachen getrachtet. Weithin verbreitet ſind dort die Stämme der Slowaken, das Volk, dem ich, wie Ihr vielleicht wißt, entſproſſen bin. Auch unter ihnen bekennen
Viele, ganze Gemeinden, die neue Lehre. Sie haben, wie
Ihr denken könnt, oft ſchwere Verfolgungen erlitten. Zu dieſen Wackern, zu ihren Führern und Seelſorgern habe ich geſprochen, in ihrer Zunge. Ich habe ſie entzündet für unſern heiligen Kampf, ihnen gezeigt, wie wir Alle Eine Sache führen. Sie ſehen ein, daß unſer Loos das ihre iſt; ſie wiſſen, was ihnen bevorſteht, wenn das Haus Oeſter⸗ reich gegen uns obſiegt. Ihre wilden, aber redlichen Herzen ſchlagen für uns. Das erkennt jetzt auch Bethlen Gabor. Ich habe ihm dargethan, daß der Strom dieſer Völker ihn trägt, wenn er auf unſerer Seite kämpft, wider ihn an⸗ ſchwillt, wenn er gegen uns das Schwert ergreift. Er ſieht alſo ſeine Herrſchaft in allen den Ländern, wohin er ſie auszubreiten trachtet, durch das Bündniß mit uns befeſtigt.


