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gefaßt auf bedrohliche Schwankungen, wie ſie ſich ſchon durch das Steigen und Fallen der Glückswelle in den jüngſten Ereigniſſen gezeigt hatten. Allein daß bei muth⸗ vollem Beharren endlich das Ziel erreicht werden müſſe, das war ſeine unerſchütterliche Meinung. Wahr⸗ heit und Heiligkeit der Sache, der er ſich hingegeben, er⸗ füllten ihn ſo, daß Zweifel und Verzagen an ihrem Siege ihm als ein frevelnder Mangel an Vertrauen auf den himmliſchen Lenker der Dinge ſelbſt hätten erſcheinen müſſen.
Selten vereinte ſich bei einem Manne ſo hohe Kraft der Begeiſterung mit ſo ſichrem Maß, ſo klarer Ruhe, ſo beſonnener Vorſicht im Handeln. Er war der eifrigſte und zugleich geſchickteſte Unterhändler, wo es galt, fremde Hülfe unter Schwierigkeiten und Hinderniſſen jeder Art zu gewin⸗ nen. Dies war ihm eben jetzt gelungen, bei dem kühnen, aber ebenſo ſchlauen und argliſtigen Beherrſcher Siebenbür⸗ gens, Bethlen Gabor.
„Nun iſt er feſt der Unſrige, ich darf es mit Sicherheit behaupten“, ſagte er, indem er Eliſabeth die Hand gewiſſer⸗ maßen zum Pfande ſeines Wortes hinreichte.
„Ich fürchte immer noch den Wankelmuth ſeiner Geſin⸗ nung“, entgegnete dieſe beſorglich.„Wenn er ſeinem Wort treulos würde, wenn es gar eine argliſtige Täuſchung wäre, die er übte! In welchen Abgrund der Gefahren würde zuerſt Thurn und dann Böhmen ſelbſt ſtürzen!“
„Beſorgt das nicht, edle Frau“, antwortete Jeſſenius. „Ihr könnt wol denken, daß ich, nach dem wie der Fürſt bisher gehandelt, mich nicht einem blinden Vertrauen auf ſeine Verſprechungen überlaſſen habe. Seinen Wankelmuth ſcheue ich nicht, denn er iſt nicht wankelmüthig; er folgt unabläſſig nur ſeinem Vortheile; wechſelt dieſer, nur dann
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