Teil eines Werkes 
3. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Verhältniſſen der Liga!— Indeſſen, das führt uns auf Abwege! Herzog Maximilian muß alſo auf alle Weiſe dahin geſtimmt werden, daß er ſeiner jetzigen günſtigen Geſinnung nicht untreu wird. Von Seiten des geiſtlichen Einfluſſes müſſen die gemeinſame Erziehung beider Fürſten, ihre Freundſchaft und die Pflichten gegen die heilige Kirche beſtändig als ſchwere Gewichte in ſein Herz geſenkt werden. Das iſt bereits geſchehen, muß aber noch fer⸗ ner geſchehen. Ihr, Pater Thyßka, ſollt gleichfalls darauf hinwirken. Ihr müßt Euren Beſuch in Ingolſtadt bei dem Pater Dominicus erneuern; Ihr werdet ihn zwar noch ſo geſinnt finden wie vor drei Monaten; allein der gemeinſame, verehrte Lehrer beider Fürſten kann jetzt einen ſo entſcheidenden Einfluß üben, daß man ſich ſeiner nicht genug vergewiſſern kann. Von dort erſt ſollt Ihr nach München, woſelbſt ich Euch durch Briefe an den Beichtvater des Herzogs, Pater Euſebius, und an den Hofkaplan, den Doctor Johann Klesheim, Kanäle ver⸗ ſchaffen werde, wirkſam zu ſein. Das iſt indeſſen nur das Nebenſächliche. Ihr ſollt vorzüglich, was Eurer Sinnes⸗ art und Eurem Geſchick angemeſſener ſein wird, auf dem weltlichen Gebiet, geradehin auf dem politiſchen thä⸗ tig ſein.“

„Ich ſchätze es mir zur höchſten Ehre, daß Ew. Hoch⸗

würden mich für ein taugliches Werkzeug erachtet“, ent⸗

gegnete Thyßka endlich, anſcheinend demüthig, innerlich voll Selbſtgefühl. Denn er hatte ſich auf dieſem Felde mehr⸗ fach bewährt.

„Ich wollte, ich bekenne es Euch offen, den Geheim⸗ ſchreiber Fabricius von Hohenfall näher in mein Vertrauen ziehen“, fuhr Lamormain fort.„Allein, reiflicher erwogen, halte ich es für angemeſſen, ihn auf dem untern Stand⸗

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