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wird man ſie nennen, den König von Dänemark und den Kurfürſten Georg. Doch Ernſt wird es mit Keinem, ſo wenig wie mit dem Erzherzog Albrecht in den Nieder⸗ landen, noch mit dem Herzog von Savoyen.“ Thyßka wollte etwas erwidern; doch Lamormain, der ſich ungern unterbrochen ſah und es liebte ſich in flüſſiger Darlegung der Verhältniſſe ein gewiſſes Uebergewicht zu geben, hielt ihn durch einen Wink zurück und fuhr fort:„Zwiſchen Sr. Majeſtät dem König Ferdinand und dem Herzog Maximilian allein ſchwankt das Zünglein der Wage. Jetzt noch ſehr zu Gunſten unſeres Herrn, allein ein leich⸗ ter Anſtoß kann den Stand ändern. Darum, träte Herzog Maximilian eifrig werbend auf, ſo wäre er äußerſt
gefährlich! Drei Stimmen hätte er entſchieden für ſich;
erſtlich natürlich die der Pfalz, dann die ſeines eigenen Bruders des Kurfürſten von Köln und die der Kur Bran⸗ denburg. Und ob dann nicht Sachſen mit dieſen pro⸗ teſtantiſchen Kurfürſten ſein würde,— das iſt die große Frage! Geſchähe es, ſo trüge Baierns Herzog die Kaiſerkrone!— Ihr geſteht, Thyßka, bei ſo großer Wahrſcheinlichkeit iſt die Lockung groß; und wenn Ihr ein Kenner des menſch lichen Herzens ſeid, was Ihr als Geiſt⸗ licher und Bruder unſeres Ordens doch ſein ſollt, ſo werdet Ihr auch Schwächen der Herzen genugſam kennen, um zu ſehen, wie leicht ſelbſt Herzog Maximilian ihnen nachgeben könnte, und daß bei ſolcher Entſcheidung die Erinnerungen an die gemeinſame Jugendzeit des Herzogs mit unſerem Könige, als unſere Zöglinge in Ingolſtadt, nicht ſehr ſchwer wiegen dürfte!“— Thyßka machte wiederum einen ver⸗ geblichen Verſuch zur Gegenrede; Lamormain fuhr fort: „Ließ ſie ſich doch ſchon leicht genug erfinden, zwiſchen beiden Fürſtenhäuſern, Kaiſer Mathias gegenüber, in den


