Teil eines Werkes 
3. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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punkte, wo er ſich befindet, zu erhalten; auch iſt er mir zu vertraut mit Slawata, um nicht mit großer Vorſicht bei ihm aufzutreten.“

„Sollte Slawata's Geſinnung noch jetzt Beſorgniſſe erregen müſſen?“ warf Thyßka fragend ein.

„Er gehört uns an, es iſt wahr“, fuhr Lamormain fort,„aber er wird zu mächtig. Seit er das Glück gehabt hat, durch dieſen hündiſch ſchmiegſamen, aber gewandten Zaloska, bevor wir Alle irgend etwas davon ahnten, dem Könige die erſte Nachricht von Mansfeld's Niederlage, die Wien gerettet hat, zu bringen, iſt er mir dem Könige zu nahe gekommen.— Doch, auf Eure Miſſion zurück⸗ zugehen. Ihr ſollt Euch denn, Pater Thyßka, in München zunächſt an den Grafen Martiniz wenden. Er iſt Euch unſtreitig perſönlich bekannt?“

„Ich habe ihn zu Prag öfters geſehen und geſprochen“, erwiderte Thyßka.

„Ihr wißt, daß er in Folge der erſten Zuflucht, die er nach ſeinem Unglück in Prag zu München gefunden, dauernd mit dem dortigen Hofe in Verbindung geblieben iſt, und mittels wiederholten und dauernden Aufenthalts unſere Angelegenheiten daſelbſt als Hauptagent betrieben hat. Gegenwärtig tritt nun für ſeine Thätigkeit der wichtigſte Augenblick ein. Wenn Se. Majeſtät der König auf dem Wege nach Frankfurt einige Zeit in München verweilt, ſo muß ſich dort entſcheiden, ob Herzog Maximilian wirklich die Kaiſerwürde mit aller Beſtimmtheit ablehnt oder ob er nur dieſen Schein annimmt, bei günſtigem Ausfall der Wahl aber dennoch die Krone nicht zurückweiſen würde. Ich hoffe nicht nur ſein Herz und Gewiſſen, ſondern auch eine richtige Politik, die Erkenntniß ſeiner wahren Vortheile ſollen ihn zur Ablehnung beſtimmen. Ueber dieſe letz⸗

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