Teil eines Werkes 
3. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Widerſpruch mit den Grundſätzen, welche Benedetto bisher als die ſtrengſten Pflichten eingeflößt waren. Er empfand, daß er ein Vertrauen verletze, welches um ſo heiliger war, je zarter und leiſer es ſich angedeutet hatte. Doch die Gewohnheit des Unterwerfens, der Einfluß Lamormain's waren zu mächtig; mit zitternder Stimme bezeichnete er daher die Geſchenke, die er gegeben und empfangen.

Es koſtete Lamormain Mühe das Lächeln zurückzuhal⸗ ten, welches ſich auf ſeine Lippen drängte, da er dieſe un⸗ ſchuldigen Geſtändniſſe vernahm. Er hatte andere erwar⸗ tet, wenn auch nicht eben ſträfliche, doch ſolche, die ein tieferes Erröthen erzeugen durften. Um ſo nothwendiger ſchien es ihm jedoch, ſeinen ganzen Ernſt zu behaupten, damit Benedetto nicht von ſeiner Seite leicht über das Ver⸗ hältniß des Gehorſams zu ihm denken lerne.

Du haſt ſchwer gefehlt, Benedetto, ſprach er ernſt, nicht nur durch deinen Wandel auf gefahrvollem Wege der Verſuchung und Sünde, ſondern auch noch mehr durch dein Geheimhalten Deſſen, was du, wie Alles was dich treibt und bewegt, zu bekennen mir ſchuldig warſt. Ich muß dir eine Buße auflegen. Du wirſt drei Wochen ſtrenge Faſten üben! Ueberdies erwarte ich von dir, daß du durch doppelt ſtrenge Pflichtübung in Treue und Ge⸗ horſam dein Unrecht wieder gut machſt.

Benedetto bückte ſich demüthig über die zum Kuß dar⸗ gereichte Hand Lamormain's.

Eben jetzt, nahm dieſer das Wort wieder,bietet ſich dir die Gelegenheit dazu dar, durch pünktliche Ausfüh⸗ rung meiner Aufträge und Aufmerkſamkeit in deinen Pflich⸗ ten. Du wirſt in dieſen Tagen die Reiſe nach Spanien mit dem Grafen antreten. Das Vertrauen des Ordens und der Wille des Kaiſers ehren dich dabei mit einem be⸗

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