Teil eines Werkes 
3. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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erinnern werden, ihn überfallen und dergeſtalt durchnäßt hatte, daß er ſchwer erkältet war. Er achtete des Uebels anfangs nicht....

Er achtete überhaupt nichts! warf der Kurfürſt un⸗ willig dazwiſchen.

Und ſo wurde aus dem Fieber und Huſten, den er davongetragen, endlich ein unheilbares Bruſtleiden. Die Sorge um die Tochter und um große Einbuße, da das nämliche Ungewitter ihm ſeinen Weinberg, Garten und Fel⸗ der ganz verwüſtet hatte, drückte ihn ſchwer danieder.

Er hat ſich verſündigt an dem Herrn, der Herr hat ihn geſtraft! Er war ein Götzendiener und meinte, es ſei einerlei, ob er den Tempel Gottes eitel aufputze und Bilder⸗ dienſt darin treibe oder ob man im reinen Glauben ver⸗ weile. Nun hat er Gottes Hand erfahren!

Ja, ſie hat ihn ſchwer getroffen, ſprach der Rath, darum wendet ſich die Witwe an Ew. kurfürſtlichen Gnaden....

Sie ſoll ſich an Gottes Gnade wenden, an des Got⸗ tes Gnade, dem ſie und ihr Mann gedient. Ich unter⸗ ſtütze keine Frevler am Glauben!

Die Witwe, geruhen Ew. Gnaden zu erwägen, war eine fromme Frau. Auch ſie iſt an Sorgen und Kümmer⸗ niß ſchwer krank. Haus und Hof werden ihr über dem Kopfe verkauft, weil Alles zu Grunde gerichtet iſt und der Mann den Grundzins nicht zahlen konnte....

Ihr geſchieht recht! Wer das Haus des Herrn nicht ehrt und es zum Götzentempel machen will, dem muß ſein eigenes Haus zerſtört werden durch Gottes Gericht. Ich werde nicht fürwitzig die ſtrafende Hand des Herrn hemmen!

Die Witwe...... 41