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das laſſen wir bis nachher; jetzt erzählt mir von Frankfurt. Wie iſt dort die Stimmung über die Wahl.“
„Gnädigſter Herr“, erwiderte Camerarius,„entſchieden iſt die Wahl noch nicht. Allein ich verharre bei meiner Meinung, ſie wird auf den König von Ungarn fallen!“ „Sollte das doch der Ausgang ſein?“ fragte Friedrich nachdenklich.
„Ich kann's nicht denken“, rief Eliſabeth lebhaft aus. „Ich habe mich mit vielen einſichtsvollen Herren, un⸗ ſern wirklichen Freunden beſprochen. Sowol in Frankfurt als in Mainz und auch in Darmſtadt“, erwiderte Came⸗ rarius.„Sie alle theilen meine Meinung und glauben mit mir, dies ſei das Vortheilhafteſte.“ „Wenn aber Herzog Maximilian ſich dennoch bereit finden ließe, die Krone anzunehmen?“ fragte der Kurfürſt. „Möchte mein gnädigſter Herr ſich nur recht lebendig Deſſen erinnern, was wir von München ſelbſt darüber er⸗ fahren. Es iſt nicht glaublich, daß der Herzog von Baiern ſeine Geſinnung ändert. Und in dieſem Falle hat kein an⸗ derer Fürſt als König Ferdinand Ausſicht, die Stimme zu erhalten. Wir waren vorgeſtern Abend noch unſerer Meh⸗ rere in Frankfurt beiſammen, um uns nach Ew. kurfürſt⸗ lichen Gnaden Wunſch über die Angelegenheit zu beſprechen und die Meinung und Stimmung ſo vieler Länder des Reichs zu erfahren als möglich. Doch die allgemeine Mei⸗ nung war die, welche ich Euch berichtet.“
„Wen habt Ihr geſprochen, Herr Rath?“ fragte die Kurfürſtin.
„In der letzten Verſammlung waren aus unſerer Gegend der Graf Erbach, der Herr von Berlichingen der Ael⸗ tere, der Kammerrath von Gemmingen; dann aus Mainz der Prälat von Dürkheim. Ferner aus Baiern der Graf
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