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dunkle Ahnung treibt mich angſtvoll vorwärts. Ich ſprenge im Galopp dicht hinan, kann vom Sattel ins Fenſter ſehen und erkenne, trotz ihrer Verkleidung, bei flüchtigem Lampen⸗ ſchimmer, Thereſen im Kampf mit zwei ruchloſen Män⸗ nern. Ich reiße das Piſtol aus der Halfter, drücke es ab, der Schuß fällt und einer der Beiden ſtürzt. Er reißt im Fallen den Tiſch mit der Lampe um, es iſt undurchdring⸗ liche Finſterniß. Thereſe! rufe ich— ſie fliegt ans Fenſter, ich fühle ihren Arm um meinen Hals geſchlungen.«Rette mich», ruft ſie,«laß uns entfliehen!“ Sie ſchwingt ſich hinaus, ich nehme ſie vor mir auf den Sattel, wir jagen davon. Und jetzt, nach zwei Tagen gefahrvoller Wande⸗ rung und nächtlicher Stromfahrt auf der Donau, ſind wir hier!“
Andachtvolle Stille folgte dieſer Erzählung Kaver's, denn Alle erkannten das Walten des allmächtigen Gottes.
„Und die Wege des Allmächtigen waren noch wunder⸗ barer geweſen, als ſie mir im erſten Augenblick erſchienen“, fuhr Xaver fort.„Als ich Thereſen, die nach der Rettung bewußtlos in meinen Armen lag, im Walde in einen ſichern Verſteck gebracht hatte und ſie dort zum Leben zurückrief, erfuhr ich durch ſie den nähern Zuſammenhang des Ereig⸗ niſſes. Vieles war ihr ſelbſt unerklärlich dabei; doch wußte ſie mit Beſtimmtheit, daß der eine der beiden ruchloſen Kerle der fanatiſche Zaloska geweſen war—“
„Wie?“ rief Thurn,„Slawata's tückiſcher Helfers⸗ helfer?“
„Der Nämliche,— er, der außer Zweifel ſchon bei dem Ueberfall zu Schloß Sperlingsſtein thätig war!“
„Ha, wenn er in meine Hände fiele!“ rief Thurn mit erbitterter Drohung.


