Teil eines Werkes 
2. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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über das Thurn durch ihn zu ſeinem höchſten Erſtaunen die erſte Kunde erhielt.

Das kann ein Ereigniß ſchwerer Folgen werden! rief er aus.

kaver erzählte ferner, unter der Theilnahme ſeiner beiden erſchütterten Zuhörer, ſeine eigenen Schickſale nach der Schlacht.

Gott ſelbſt hat Thereſens und meine Schritte geleitet, rief er mit dankbarem Blick gen Himmel aus,und führte unſer Zuſammentreffen herbei, was einem Wunder glich! Ein ſchweres Ungewitter hatte mich überfallen, und bei der Schwäche, die ich noch fühlte, und bei meinen Wunden war ich faſt auf den Tod entkräftet. Mühſam ſchleppte ich mich fort, bis in die tiefe dunkle Nacht. Da endlich ſank ich im dichten Walde erſchöpft nieder, und fieberartiger Schlummer überfiel mich. Da weckt mich ein ſelt⸗ ſames Geräuſch. Ich ſchlage die Augen auf; anfangs er⸗ kenne ich im tiefen Dunkel nichts, doch plötzlich ſehe ich zwei mattfunkelnde Punkte dicht vor mir, und der warme Dunſt eines ſchnaufenden Thieres berührt mich. Ich ſpringe erſchreckt auf, denn ich vermuthe irgend ein wildes Thier des Waldes, einen Büffel oder Auerſtier. Da wiehert mich ein Pferd an. Und wahrlich! ein geſatteltes und gezäum⸗ tes Thier ſteht dicht vor mir. Das war mir ein Wink Gottes; die Ruhe hatte mich etwas geſtärkt, zu Pferd vermochte ich meinen Weg fortzuſetzen. Ich führe das Thier aus dem Dickicht an eine freie Stelle, ſchwinge mich auf und ziehe von dannen, in der Hoffnung, ein Obdach zu erreichen. Nach einer Stunde erblicke ich in der Ferne einen Lichtſchimmer; ich reite näher, ſehe ein erleuchtetes Fenſter. Indem ich ein wenig anhalte, um ruhiger hinzuſchauen, höre ich verworrene Stimmen, weiblichen Hülferuf. Eine