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zu wiſſen was vorgehe, wollte er aus dem Zelt eilen, als Wolodna ihm ſchon haſtig entgegenkam und faſt athemlos vor innerer Bewegung rief:„Herr Graf, Xaver und Thereſe!“ Sie folgten ihm auf dem Fuße in ihrer länd⸗ lichen Verkleidung.
Thurn zuckte in Freude und Staunen zuſammen; die⸗ ſes Begegnen in dieſer Stunde traf ihn wie ein Blitz⸗ ſtrahl. Es war ihm, als berühre ihn unmittelbar die Hand des göttlichen Waltens.
„Iſt es möglich, ihr ſelbſt, hier und zu dieſer Stunde!“ rief er aus, indem er die ſeinem Herzen ſo innig Befreun⸗ deten abwechſelnd an die Bruſt drückte.„Was führt euch hierher? Erzählt, erklärt!“
Doch Thereſe ſank vor Erſchöpfung und Bewegung faſt in die Knie. 3
„Wir haben ſchwere Drangſale, Gefahren und Müh⸗ ſeligkeiten überſtanden“, ſprach aver, ſie mit ſeinen Armen umfaſſend,„aber Gottes Hand war wunderbar über uns!“
„Ihr ſollt erquickt werden, ihr ſollt ausruhen“, rief Thurn und half die todeserſchöpfte Thereſe unterſtützen; „wir wollen ſie auf mein Feldbett niederlegen.“
Wolodna eilte hinaus, um Wein und Speiſe für die Erſchöpfte bringen zu laſſen. Er ſelbſt kehrte ſogleich zurück.
Thereſens heldenmüthige Kraft, die bis auf dieſen letz⸗ ten Augenblick angeſpannt geblieben war, ſank jetzt, da die Forderung der Nothwendigkeit aufhörte, zuſammen. Halb bewußtlos ließ ſie ſich auf das Feldbett führen und ſank entkräftet nieder.
Während ſie ruhte, berichtete Xaver dem Grafen und Wolodna, was ſie in dieſen denkwürdigen Tagen erlebt hatten. Er begann von dem Gefecht bei Groß⸗Lasken,


