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Beide ſchwiegen; es trat eine ernſte Pauſe ein. Im Zelt und draußen tiefſte Stille.
„Wolodna!“ begann Thurn endlich wieder tief bewegt. „Alter, treuer Gefährte! Laß deine Bedenken! Ich habe dir's oft angemerkt, du wünſchteſt, wir hätten das Schwert nicht gezogen. Ich habe es, warum ſoll ich es dir leug— nen, zuweilen ſelbſt gewünſcht. Ich dachte aber auch, wie es dann gekommen wäre! Nun iſt keine Wahl! Die Ent⸗ ſcheidung liegt vor uns. Was du möchteſt, iſt auch von mir, von uns Allen reiflich überlegt. Eine Aufforderung, die nicht angenommen würde, könnte Alles aufs Spiel ſetzen, weil ſie unſere Abſicht verriethe. Wir haben eine ſtarke Macht, aber nicht die unbedingte Uebermacht. Kühnheit, Ueberraſchung, Liſt müſſen uns zu Hülfe kommen. Geh' jetzt! Morgen ſprechen wir uns wieder, und ich hoffe zu Gott, beruhigter, ja, voller Freude und Dank!“
Er glaubte ſelbſt wenig an ſeine muthweckenden Worte. So hatten ſie auch auf Wolodna nicht dieſe Wirkung.
„Gute Nacht denn für heut, Herr Graf!“ antwortete dieſer, reichte ihm ſtumm, aber herzlich die Hand und ſchritt hinaus.
Vierunddreißigſtes Capitel.
Kaum war er hinaus, ſo hörte Thurn mit Ueberraſchung draußen den lauten verworrenen Ausruf mehrerer Stimmen, die plötzlich die Stille der Nacht durchbrachen. Geſpannt,


