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„Dieſer Nichtswürdige!“ brach gleichzeitig Wolodna aus, „der den frevleriſchen Mord deines ehrwürdigen Vaters auf ſeiner Seele hat!— Hat deine Kugel ihn getroffen, Xaver?“
„Nein; es war der Andere, wie mir Thereſe ſagte, der von dem Schuß niederſtürzte. Allein das Pferd, das ich im Walde traf, muß das ſeinige geweſen ſein. Wie er es verloren, weiß ich nicht; aber als ich es bei Tagesanbruch durchſuchte, fand ich im Gepäck eine Menge Schriften und Briefe, von und an Slawata, und ich glaube ſie werden von Wichtigkeit ſein. Ich verbarg ſie ſo gut ich konnte und bringe Alles mit hierher.“
„Welch eine Fügung der Begebenheiten!“ rief Thurn mit äußerſtem Erſtaunen.„Gib mir dieſe Schriften; ſie können vielleicht im nächſten Augenblicke von Wichtigkeit ſein; denn muthmaßlich ſind es Briefe, die zu Slawata nach Wien ſollten.“
kaver hatte ſchon angefangen, aus verſchiedenen Verſteck⸗ orten ſeiner Kleidung die Briefe hervorzuſuchen und ſie dem Grafen zu übergeben. Thereſe, die, auf dem Feldbette ruhend, der Erzählung zugehört hatte, that desgleichen, und bald war Thurn im Beſitz einer Menge von Papieren, die
ihm ſchon beim erſten Durchfliegen von höchſter Wichtigkeit
erſchienen.
Während Xaver und Thereſe ſich durch die von den Dienern herbeigebrachten Erfriſchungen ſtärkten und Wolodna ſich im traulichen Geſpräch zu ihnen ſetzte, las Thurn an ſeinem Feldtiſch die Briefe.
Er verſenkte ſich mit jedem Blatt, das er vornahm, eifriger darin, und ſchien nicht zu ſehen und zu hören, was um ihn vorging. Nur einzelne Ausrufungen, welche die Ueberraſchung ausdrückten, die er dabei empfand, unter⸗
Rellſtab, Drei Jahre. II. 2. 9
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