Teil eines Werkes 
2. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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wo ihm ſo ſchwere Gedanken in der Bruſt wogten, erſchien.

Grüß dich Gott, Alter, ſprach er zu dem Eintretenden und reichte ihm die Hand dar.Was führt dich noch ſo ſpät her? Haſt du der Ruhe nicht gepflogen wie die Andern?

Verzeiht, Herr Graf, antwortete Wolodna;ich konnte nicht; die Ruhe floh mich....

Er hielt inne; doch Thurn fühlte, daß ihm etwas auf dem Herzen lag, was er gern ausgeſprochen hätte.

Und weshalb nicht? fragte er.

Vor ſolchem Ereigniß, begann Wolodna wieder,wer ſollte da Schlaf finden?

Nun, du biſt doch ſonſt der Mann, der ruhig zu ſchla⸗ fen verſteht in der Nacht vor einem Gefecht? entgegnete Thurn, ſichtbar verwundert.Das drückt dich doch nicht?

Doch, das! antwortete Wolodna entſchieden, mit dem Ausdruck ſchwerer Sorge.

Ich verſtehe das nicht an dir. Verläßt dich dein ruhi⸗ ges Blut, deine klare Beſonnenheit in der Gefahr, die ich ſo oft an dir rühmen konnte?

Nicht die Gefahr iſt's, die mich erſchreckt; aber der

Kampf, General! äußerte Wolodna.Seit wir hier lie⸗

gen vor der Hauptſtadt, wo unſer allergnädigſter Kaiſer Mathias in der Burg gewohnt hat, Gott hab' ihn ſelig! da will mich's doch zuweilen bedünken, Herr Graf, als ob....

Nun, Alter?

Als ob wir nicht Recht gethan hätten, ſo gewaltigen Aufſtand wider ihn zu erheben!