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fizier ſchritt in dienſtlicher Haltung bis nahe vor den König und meldete:„Der Hauptmann Rößlin von der Burg⸗ wache befiehlt mir Ew. Majeſtät zu melden, daß er nicht vermögen wird, die andringenden Volksmaſſen ohne ernſten Kampf zurückzuhalten. Er fragt um Ordres, ob er feuern laſſen ſoll?“
„Feuer geben, auf die Bürger Wiens, auf meine eigenen Unterthanen!“ rief Ferdinand ſchmerzvoll aus!
„Auch läßt der Hauptmann anfragen, ob er unter dieſen ſo ganz unvorhergeſehenen Umſtänden die Deputation der evangeliſchen Stände einlaſſen ſoll; ſie iſt ſoeben vor dem Burghof erſchienen. Die Volksmenge umgibt ſie mit Jubel und Jauchzen!“
„Das Alles iſt angeſtiftetes Werk“, rief Eggenberg aus.„Ich verwette meinen Kopf, daß die Botſchaft dieſer widerſetzlichen Stände und der Volkstumult im Ein⸗ verſtändniß ſind! Sie will die Annahme ihrer Be⸗ dingungen von Ew. Majeſtät erzwingen. Ich würde unter dieſen Umſtänden nicht anrathen, die Deputation zu empfangen!“ 1
Ferdinand ſagte nach kurzem Bedenken feſt:„Ich werde ſie annehmen!— Der Hauptmann ſoll ſie einlaſſen!“
wandte er ſich zu dem Offizier. Dieſer blieb unſchlüſſig ſtehen.
„Worauf wartet Ihr?“ fragte der König.
„Auf Ew. Majeſtät Befehl wegen der Zurücktreibung der Volksmaſſen. Wenn die Deputation zugelaſſen wird, wird es unmöglich ſein, das Eindringen des Volks zurück⸗ zuhalten, ohne Gewalt anzuwenden.“
„Glaubt Ihr der Maſſen Herr zu ſein?“ fragte Eg⸗ genberg.
Der Offizier ſchwieg einen Moment, dann antwortete 3*


