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er entſchloſſen:„Wir werden bis auf den letzten Bluts⸗ tropfen Stand halten!“
Aus dieſer Antwort ging das Geſtändniß der Unzu⸗ länglichkeit der Truppen hervor.
„Ich glaube aber nicht“, fuhr der Offizier fort, da er den Eindruck ſeiner Worte wahrnahm,„daß das Volk einen Kampf unternehmen wird. Solange es keine Gefahr hat, läßt ſich der Unfug freien Lauf; eine Musketenſalve bringt aber gewiß einen ſolchen Schreck unter die Leute, daß ſie von allem Weitern abſtehen werden.“
„Wir können es nicht darauf wagen!“ unterbrach Eg⸗ genberg.„Die Burg iſt zu ausgedehnt, die Wachen zu wenig zahlreich, um ſie überall mit hinlänglicher Stärke zu beſetzen, wenn das Volk gewaltſam eindringen will.— Und was ſoll geſchehen, wenn der Aufruhr ſich durch die ganze Stadt verbreitet? Wir haben nicht Leute genug die Wälle zu decken! Die Evangeliſchen würden dem Feinde die Thore öffnen!— Vor allem muß jetzt das Leben Sr. Majeſtät außer Gefahr gebracht werden.“
Allein wie ſoll das geſchehen?“ fragte Fugger halb⸗ laut.— König Ferdinand ſtand in ernſtes Nachſinnen verloren.
„Ich bin der Anſicht, daß Se. Majeſtät ſich, bis wir Boucquoi herangezogen haben, aus der Hauptſtadt zu⸗ rückzieht“, ſprach Eggenberg mit Entſchiedenheit.„Noch ſind wir der Straße nach Steiermark Herr. Wenn Ew. Majeſtät nach Gratz gingen....“
„Dann wäre die Stadt, wäre das Reich ver⸗ loren! Der Münſter von Sanct⸗Stephan würde durch den Dienſt der Ketzer entweiht!“ Mit dieſem in ruhiger Gemeſſenheit, aber ebenſo ſcharfer Entſchiedenheit geſprochenen Worte öffnete Lamormain zum erſten mal


