Teil eines Werkes 
2. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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„Leider iſt das wahr!“ beſtätigte Graf Fugger.„Ich war ſoeben Zeuge eines Auftritts, der mich empört hat....

„Und was iſt geſchehen?“ fragte Ferdinand, den Grafen geſpannt anblickend.

„Ew. Majeſtät“, erwiderte dieſer mit ehrfurchtsvoller Verbeugung,„es ſcheint mir beſſer Dergleichen in tiefes Schweigen zu begraben, bis man es hindern oder ſtrafen kann!“

„Nein, GrafV; es iſt beſſer, daß ich Alles weiß, damit ich erwäge, wie ich handeln muß!“ antwortete Ferdinand feſt.„Redet! Ich bitte Euch, ich befehle es Euch!“

Alle ſchwiegen erwartungsvoll.

„Ich kam zu Fuß von dem Graben her; an der Ecke des Kohlmarkts ſah ich einen finſtern Knäul von Volk ver⸗ ſammelt, inmitten deſſelben ſtand ein Menſch von unheim⸗ lichem Anſehen. Er redete zu der Menge, die aus dem widerwärtigſten Geſindel beſtand.“

„Solche Redner ſind leider ſeit zwei Tagen an allen Ecken und Plätzen anzutreffen“, bemerkte Slawata da⸗ zwiſchen.

„Schon von weitem, bevor ich Worte verſtand, er⸗ füllte mich das halbe Gebrüll, von widerlichen Geberden begleitet, mit Abſcheu. Plötzlich ſchrie der ganze Haufe

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