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darf nicht ihrer Schilderung. Allein welche Mittel können wir dagegen anwenden? Euch iſt bekannt, daß in kurzer Friſt, in den nächſten Stunden ſchon, eine neue Botſchaft der evangeliſchen Stände hier erſcheinen wird. Sie wollen ihr letztes Wort bringen. Ich kann mir denken worin es beſtehen wird. Sie werden verlangen, daß ich ihre Con⸗ föderation mit den aufrühreriſchen Ständen Böhmens, Mäh⸗ rens und Schleſiens genehmige!“
„Es iſt eine unſelige Lage der Dinge“, nahm der Car⸗ dinal Graf Dietrichſtein das Wort.„Allein ich ſehe nicht, wie Ew. Majeſtät ſich deſſen weigern wollen!“
Ferdinand ſchwieg und blickte düſter vor ſich hin. La⸗ mormain richtete bohrende Blicke auf ihn.
„Thurn hat“, nahm Eggenberg wiederum das Wort, „die Stände ſcheinbar heftig angelaſſen und auf den ſchleu⸗ nigen Abſchluß der Conföderation gedrungen. Sie ſtützen ſich jetzt darauf und dringen ebenſo in uns!“
„Sie ſind heuchleriſch und ſchlau!“ ſprach Slawata. „Auf die von Ew. Majeſtät ihnen geſtellte Forderung, ein Gutachten abzugeben, was unter den jetzigen Landesum⸗ ſtänden zu thun ſei, ſchwiegen ſie. Dagegen hört man Aeußerungen übler Art:«Sie hätten den Krieg nicht an⸗ gefangen, könnten alſo auch nicht angeben, wie er zu been⸗ den ſei, noch weniger aber Geld bewilligen zu einem Kampf, um den man ſie nicht gefragt habe.»*) Sie beſchweren ſich,
daß ungariſches Kriegsvolk nach Böhmen geſendet ſei, und
thun, als wüßten ſie nicht, daß die Böhmen durch ihren Aufruhr und die öſterreichiſchen Stände durch ihre wider⸗ ſpenſtige Geſinnung uns gezwungen haben, fremde Hülfe zu ſuchen.“
*) Hiſtoriſch.
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