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Ferdinand hinein. Nur Thyßka und Fabricius blieben im Vorzimmer. Lamormain folgte den Räthen noch nicht ſo⸗ gleich, ſondern winkte erſt Thyßka zu ſich, mit dem er ei⸗ nige Augenblicke leiſe ſprach. Dann ging er zurück ins Cabinet des Königs, während Thyßka eilig das Vorgemach verließ. Fabricius blieb allein zurück und trat ans Fen⸗ ſter, von wo aus er die Mauern und Wälle am Burgthor und einen Theil des feindlichen Lagers überſehen konnte.
Das Sitzungszimmer, in welchem König Ferdinand die Räthe empfing, war ein größeres Gemach; an daſſelbe ſtieß ſein Arbeitszimmer; die Fenſter beider gingen nach dem Wall hinaus. Der König hatte das Lager der Feinde vor Au⸗ gen. Ein Theil der Batterien, welche dieſelben aufgeworfen, aber noch nicht hatten ſpielen laſſen, war ſo gelegen, daß ſie ihr Feuer auf die königliche Burg ſelbſt richten konnten. Dennoch hatte Ferdinand trotz des Drängens ſeiner Um⸗ gebungen durchaus verweigert, ſeine Wohnung auf dieſer Seite der Burg zu verlaſſen.
Das Gemach war zu den vorzunehmenden Geſchäften hergerichtet. Ein erhöhter Seſſel für den König ſtand im Hintergrunde an der Wand; vor demſelben war ein freier Raum gelaſſen. Diesſeit deſſelben ſtand ein Tiſch und an dieſem auf beiden langen Seiten die Stühle für die Räthe, ſodaß der Seſſel des Königs ſich in der Verlängerung der Tafel, nur etwas entfernt von derſelben, befand.
Ferdinand hatte noch nicht Platz genommen, als die Herren eintraten. Er begrüßte jeden Einzelnen freundlich und ſprach dann zu Allen gewandt:„Meine theuren Herren! Die Zeiten ſind ernſt; doch ich denke wir Alle haben feſtes Vertrauen zu Gott, der die heilige Kirche ſchützen wird, und Kraft der Seele genug, um den Prüfungen Stand zu hal⸗ ten, welche der Wille des Herrn uns ſendet.“


