Teil eines Werkes 
2. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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„Unſere Lage iſt verzweifelt! Auch die Truppen wanken!”“

„Weil ſie zu ſchwach ſind, natürlich“, ſtimmte Thyßka bei.

„Herr Geheimſchreiber“, rief Slawata vom Fenſter her

zu Fabricius hinüber,„gebt doch einmal das Portefeuille hierher. Der Bericht über Nikolaus Diewiß iſt doch darin?“ „Ew. Gnaden zu Befehl“, antwortete Fabricius ge⸗ ſchmeidig und ſprang eilig mit der Mappe herbei.„Ich werde ihn ſogleich herausſuchen, er liegt bei den andern ge⸗ heimen Berichten.“

Fabricius öffnete die Mappe, blätterte darin, nahm ein Actenſtück von mehrern Bogen heraus und reichte es Sla⸗ wata hin. Dieſer winkte ihm und der Geheimſchreiber trat in den Hintergrund zurück.

„Hier werden die Herren ſich des Genauern über dieſe Sache belehren können“, wandte ſich Slawata zu den an⸗ dern Dreien.„Bereits im September des vorigen Jahres habe ich meine Aufmerkſamkeit dieſer Angelegenheit zuge⸗ wendet. Dieſer Nikolaus Diewiß, dem man eine große Geſchicklichkeit in Geſchäften nicht abſprechen kann, iſt be⸗ reits damals verkappt hier in Wien geweſen und hat mit dem Herrn von Ebergaſſing Zuſammenkünfte gehabt! Einer meiner fähigſten und eifrigſten Leute, Zaloska mit Namen, hatte ihn trotz ſeiner tiefen Verkappung auf der Gaſſe er⸗ kannt und war ihm ſogleich auf der Spur gefolgt. Es thut mir nur leid, daß dieſer Mann jetzt nicht in Wien iſt. Ich habe ihn in Geſchäften zum Grafen Boucquoi ge⸗ ſandt. Er würde noch manches Genauere berichten können.“

Während deſſen hatte Eggenberg das Acctenſtück durch⸗ geſehen.

„Es muß Alles ſo ſein, wie wir vermuthen“, bemerkte