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Thurn befragen. Der Stallmeiſter theilte ihm ebenſo offen mit, was er wußte und dachte.
„Ich ſehe wohl“, ſagte Tharradel am Schluß,„wie es ſteht! Thurn möͤchte am liebſten, daß man einen friedlichen Vertrag ſchlöſſe. Er geht auch nicht gern zum Aeußerſten. Aber er hat das Heft in der Hand und droht den Geg⸗ nern. Nun, wir wollen redlich helfen!— Es iſt jetzt be⸗ ſchloſſen, morgen ſenden wir eine Deputation hinaus. Und wenn wir Thurn's Erklärungen haben, gehen wir an den König Ferdinand ſelbſt. Er muß neue Zugeſtändniſſe machen.“.
Während des Geſprächs hatte das Schießen wieder auf⸗ gehört.
„Es nimmt mich Wunder“, ſagte Reubner,„daß ſie nicht fortfahren. Ihre Kugeln waren nicht verſchoſſen. Sie müſſen ordentliche Stücke draußen haben, daß ſie bis hierher mitten in die Stadt langen konnten! Und nun ſchon wieder Alles ſtill?“
„Ich glaube nicht, daß Thurn die Stadt ſchwer be⸗ drängen will“, meinte Tharradel.„Er hat den Gegnern nur einen Schreck machen wollen und zeigen, was er ver⸗ mag. Das wird gut auf die Unterhandlungen wirken, denke ich!“
„So glaub' ich und hoff' ich auch“, ſagte der Stall⸗ meiſter.
„Nun, darauf wollen wir unſere Becher leeren und dann an die Geſchäfte gehen, es iſt für morgen noch Man⸗ ches zu thun.— Alſo, Freunde: daß wir bald mit einem friedlichen Vertrag enden, wo Allen gleiche Rechte werden und dadurch Allen Ruhe und Friede und Glück!“
„Geb's Gott!“ ſtimmte der Stallmeiſter ein.— Sie tranken ihre Becher aus und gingen.


