Teil eines Werkes 
2. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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vatter Ellenreiter! Nun, das kann ich mir denken, daß Euch Euer knappes Unterfutter von Courage jetzt ausplatzt! Packt Euch und flickt es wieder aus. Aber rennt die Leute nicht ſchlimmer an als eine Brandbombe! Ich glaube meine Paliſſaden ſind geknickt“(er hielt ſich die Rippen der beiden Seiten)„von dem Ricochettſchuß dagegen!“

Als Schmerl ſich wieder auf ſeinen Füßen zurecht ſtellte, erkannte er auch ſeinerſeits Reubner und Tharradel, um die ſich ſeine Gefährten drängten.„Seid Ihr's ſelbſt! Bei Sanct⸗Stephan! Alter wackerer Kriegsheld!“ rief er aus und faßte Reubner's Hand wie einen Rettungsanker. „Sprecht, was fangen wir jetzt an in dieſer Gefahr!“

„Legt Euch aufs Ohr und zieht Euch die Decke über den Kopf, daß Ihr nichts hört und ſeht“, antwortete Reubner.

Tharradel hatte ſich indeſſen durch die Andern gedrängt und war ins Haus getreten. Reubner folgte ihm.

Im Gewölbe fanden ſie nur noch den Stallmeiſter.

Ei, ſeid Ihr's, Althans“, begrüßte ihn Tharradel; „Euch wollte ich gerade aufſuchen!“ Ich weiß Ihr ſeid mit hinaus geweſen. Nun, was meint Ihr? Ihr braucht Euch vor dem Alten da“, er zeigte auf den hinter ihm eintretenden Reubner,„nicht zu fürchten. Es iſt unſer treuer Geſell!“

Tharradel kannte in dem Stallmeiſter einen Mann von ruhiger Geſinnung, der, obgleich Katholik, doch kein Eiferer war, ſondern wie Viele die Meinung theilte, daß es zum allgemeinen Beſten dienen müſſe, wenn den beiden großen Glaubensparteien gleiche Rechte zuſtänden, weil damit endlich dem Hader und Zwieſpalt, der die Welt verheerte, ein Ziel geſetzt würde. Daher konnte er ihn offen über das Ergebniß der Sendung der katholiſchen Stände an