Teil eines Werkes 
2. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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die Furchtſamſten ſind es, die ſich uns zeigen. Sonſt iſt der wiener Bürger wol Mannes genug, um ſich zu wehren, wenn er ein Herz für die Sache hat. Unſer Vortheil iſt hauptſächlich der, daß im Innern Viele auf unſerer Seite ſind! Wenn wir nur erſt einen feſten Stamm haben, die Un⸗ ſchlüſſigen ſich einer aufgepflanzten Fahne anſchließen können! Du wirſt ſehen, ſie ſtrömen uns ſo eilig und zahlreich zu, wie ſie ſich hier überſtürzen!“

Während ſie ſo ſprachen, hatten ſie ſich dem Platz und dem Getümmel der Erſchreckten genähert.

„Ob wol das Weingewölbe von Chriſtoph Trattner hier bombenfeſt genug iſt, um uns noch einen Becher in Ruhe trinken zu laſſen?“ fragte Tharradel ſcherzend.„Was meinſt du, Alter?“ 9

„Ich bin dafür“, erwiderte dieſer munter,„daß wir uns in die Kaſematte einlogiren!“

Sie wandten ſich gerade in dem Augenblick der Haus⸗ thür zu, als Schmerl, Haidvogl, Muntſch, Spingler und die ganze Schaar herausſtürzte. Schmerl war der Vorderſte. Er rannte in blinder Haſt gerad in der Hausthür an Reubner an und rief:„Platz, Platz, um Sanct⸗Stephan’'s Willen, Platz!“

„Platz zum Teufel, Platz will ich machen“, rief der Angerannte, faßte mit ſeinen ſteifen, aber kräftigen Armen den leichten Schneidermeiſter am Kragen und ſchleuderte ihn auf die Seite.„Was iſt denn das für ein Verrückter!“ rief er dem der Gaſſe Zutaumelnden nach. Doch ehe er das Wort heraus hatte, drangen ſchon die Uebrigen nach und dieſe Flut riß ihn und Tharradel wieder aus dem Hafen der Hausthür heraus. Jetzt, beim flackernden Feuer⸗ ſchein einer neuen Granate, erkannte Reubner ſeinen Mann. „Ha ha, ha ha!“ lachte er laut auf.„Seid Ihr's, Ge⸗

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