Teil eines Werkes 
2. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Der Graf Thurn, fuhr er endlich fort,lüftete den

Hut erſt ein wenig, dann ſprach er:Ich danke den Herren, weil ſie mir das Vertrauen ſchenken, daß ich nur in red⸗ licher Abſicht handle. Was meinerſeits geſchehen kann, will ich thun, um Unglück zu verhüten! Hierauf hielt er inne; mir ſchien es, er wartete, daß der Kriegslärmen aufhöre. Das geſchah auch alsbald. Darauf ſprach er mit lauter Stimme weiter, wörtlich kann ich's euch nicht wiederholen, ihr Herren, indeſſen es lautete ungefähr ſo: Er ſei nicht gekommen, um ohne Urſach wider Jemand Krieg zu führen und Unheil zu ſtiften. Nur zur Erhaltung des Friedens und zur Hülfe der Bedrängten habe er die Waffen er⸗ griffen. Böhmen ſei es ſeiner Sicherheit und ſeiner Ehre ſchuldig, dafür zu kämpfen. Man habe fremdes, gewor⸗ benes Volk dort ins Land geführt, Ungarn und Spanier und Italiener, die da hauſten ärger, als der Türke es nur könne!

Das iſt wahr, gab Spingler ſeine Meinung ab, während der Stallmeiſter eine Pauſe machte;die Wel⸗ ſchen und Ungarn haben grauſam gehauſt in Böhmen!

Berichtet weiter, Herr Stallmeiſter, baten Mehrere.

Dieſer begann von neuem:Gegen ſolch geworbenes Volk, ſagte der Graf,wolle er kämpfen und wenn er nach Jeruſalem ziehen müſſe!*) Er habe einen Eid ge⸗ ſchworen, es müßten Allen gleiche Rechte werden, den Ka⸗ tholiſchen und Evangeliſchen! Und ehe er das nicht erlange, wolle er nicht abziehen von Wien und lieber mit ſeinen Leuten vor den Mauern verderben... oder die Stadt mit Feuer und Schwert dem Erdboden gleich machen! Abſichtlich hatte der Erzähler mit der letzten Phraſe zu⸗

*) Hiſtoriſch.

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