Teil eines Werkes 
2. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Trommeln wurden gerührt, und plötzlich donnerten etliche Schüſſe!

Das waren die von heut Vormittag, rief Schmerl. Wir dachten es werde nun mit dem Bombardement an⸗ gehen, allein es folgte nichts weiter nach.

Ich meine auch, es ſei nur ein angeſtellter Lärmen geweſen, um den Deputirten zu imponiren, ſprach der Er⸗ zähler.Das gelang denn auch bei dem Sprecher, ſo wie es ſchien!

So? Hm! murmelte es in den Hörern.

Er kam ganz aus dem Context und das Blatt, aus dem er ſeine Rede ablas, zitterte ihm in den Händen. Vielleicht mag der Wind Schuld geweſen ſein! Aber der verwehte ihm auch die Worte vom Munde. Wir wenig⸗ ſtens verſtanden nicht viel von Dem, was er ſagte. Es lief ungefähr auf Das hinaus, was ich ſchon erzählt habe. Die Stände hätten niemals eine feindliche Abſicht gegen Böhmen, noch wider die Evangeliſchen gehabt. Sie wüßten alſo nicht, weshalb der Graf Oeſterreich mit Kriegsvolk ſo furchtbar überziehe, und bäten ihn, es hinwegzuführen, der Stadt zu ſchonen, mit einem Wort, Frieden zu machen. Doch, wie geſagt, ihr Herren, das Alles kam nur in Brocken heraus. Thurn mußte es aber doch begriffen ha⸗ ben; er war dem Redner freilich näher. Er antwortete, und das muß man ihm laſſen, ſeine Antwort war ver⸗ ſtändlich; wir hörten jedes Wort!

O erzählt, fahrt fort, erzählt uns Alles, riefen Schmerl, Haidvogl, Muntſch, Spingler und alle An⸗ dern durcheinander, da der Redner, der ſich ſeiner Wichtig⸗ keit immer bewußter wurde, abſichtlich innehielt, um die Spannung zu erhöhen.