Teil eines Werkes 
2. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Gut, gut, Alter, ich will dir keine Verdrießlichkeiten zuziehen. Was ich ſehen wollte, habe ich geſehen.

Mit dieſen Worten trat Tharradel in die Pforte zurück, welche von der Galerie zu der Treppe führte; Reubner folgte, Hubert ſchloß hinter ihm ab, dann trat er Reubner voran und ſagte:Ich bitte, werthe Herren, laßt mich in der Mitte gehen, das Licht der Laterne kommt uns Allen beſſer zu Gute; ginge ich voran, ſo würde der Letzte bei den engen Windungen ganz im Dunkeln bleiben!

Allein der Herr wird nicht ſehen, wo er in der Fin⸗ ſterniß den Fuß hinſetzt, wenn Ihr mit der Laterne nicht voraus geht, Gevatter, wandte Hubert ein.

Wie Ihr das wieder verſteht, Gevatter! Ich als drei⸗ unddreißigjähriger Thurmbeſteiger werde doch wiſſen wie ich zu leuchten habe? Seht nur, welch ein ſchöner Schlag⸗ ſchatten auf die Stufen fällt, wenn ich dicht von hinten her leuchte, man kann ſie am hellen Tage nicht deutlicher ſehen. Wer hinter mir geht, den blendet der Laternenſchein. Ihr habt es nicht ſo gut!

Meinethalben denn vorwärts, antwortete Reubner.

Ich ſehe ganz gut, erwiderte gleichzeitig Tharradel,

und das Abwärtsſteigen begann. Heut wollen ſie uns zu beſchießen anfangen, hub der jetzt ſehr redeluſtige Pförtner im Gehen zu Reubner an und wandte den Kopf halb zu ihm zurück.Mögen ſie! Was wollen ſie machen? Unſere Mauern ſind feſt, und haben die Türken nicht nach Wien hineingekonnt, werden die Böhmen auch draußen bleiben müſſen.

Das fragt ſich doch, entgegnete Reubner kurz.

Ah, bah! Es iſt zwar eine hübſche Macht, allein was will das ſagen gegen die Türken! Sie waren zehn mal ſo ſtark. In ſechzehn Lagern, mein Großvater und mein