Teil eines Werkes 
2. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Es iſt nur ſchwer, ſich ſo ſchnell in das neue, alle Hoffnungen überſteigende Glück zu ſinden, erwiderte Thekla; auch ich kann mich oft gar nicht überreden, daß Alles ſo völlig gelingt, alle drohenden Gefahren ſo ſchnell verſchwin⸗ den. Wie bebten wir noch vor Jahr und Tag noch vor einigen Monaten, Wochen! Und jetzt dieſer glänzende Siegeslauf!

Das Ziel iſt noch nicht erreicht, Thekla; ein Schritt davon iſt ſo gut wie tauſend! antwortete Eliſabeth bedenk⸗ lich.Wir ſtehen vor Wien doch es iſt noch nicht in unſerer Hand! Der Kaiſer wird ſeine Hauptſtadt nicht ſo raſch übergeben! Die Feſtung, die den wilden Horden der Türken widerſtand, ſie wird auch unſern Kriegern wider⸗ ſtehen!

Doch der Vater ſchreibt ſo ſicher ſeines Erfolgs!

Dein Vater war oft zu raſch in ſeinen Hoffnungen! Und wol auch zuweilen in ſeinen Handlungen, ſetzte die Gräfin mit beſorglichem Tone hinzu.

Er war auch immer kühn und wußte das Glück zu ergreifen, antwortete Thekla, und ein edles Feuer ſtrahlte in ihrem Auge.Mit welchen Schrecken erfüllte uns ſein gewagtes Thun immer im Beginn, und welche Früchte hat es jetzt getragen!

Sie ſind noch nicht reif, Kind!

Doch, doch, liebſte Mutter. Vieles iſt reif, die Früchte dieſes Jahres ſind reif, und das nächſte wird uns neue, ſchönere bringen. Frei laden die Glocken unſerer Kirchen zum Gebet ein. Unſere Gotteshäuſer werden nicht mehr verſchloſſen, niedergeriſſen. Unſere Glaubensgenoſſen ſeufzen nicht mehr unter hartherzigen Bedrückern! Keine Prieſter⸗ gewalt verſagt uns mehr die heiligen Saecramente. Die Brautpaare treten glückſelig vor den Altar und empfangen

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