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das geronnene Blut, das ſie umſtarrte, weich abzulöſen. Der Mann verſorgte ihn mit anderer Kleidung und verbarg die Waffen und Kriegskleider. In kurzer Zeit war Xaver durch die Pflege in ſo erquickten Zuſtand gebracht, als die dürf⸗ tigen Mittel der wackern Leute es irgend geſtatteten. Wie neu geboren fühlte er ſich mit gereinigten, verbundenen Wun⸗ den, auf reinlichem, von weichem Moos mit Linnendecken gebildeten Lager, gelabt durch einfache, aber dem Erſchöpften neue Kraft gebende Speiſe.
Sechzehntes Capitel.
Das erſte Frühroth dämmerte jetzt am Horizont. Der Köhler ſchickte ſich an, wieder hinauszugehen nach dem Schlachtfelde, um bei Tageslicht nach dem geliebten Sohne zu forſchen.
„Ach, Boleslav, ich möchte dich begleiten“, bat die Köhlerfrau ſchmerzlich, als der Mann ſchon den ſtarken Wanderſtab ergriffen und den Hut aufgeſetzt hatte.
„Laß es gut ſein, Wlaſta“, ſagte er;„geſtern im Dun⸗ kel war es gut, daß wir Zwei gingen; heut bin ich allein genug!“
„Wenn auch dir ein Unglück zuſtieße! Das wilde Kriegs⸗ volk!“ erwiderte die Frau ſchluchzend.
„Könnteſt du mich beſchützen?“ fragte er.„Das wird unſer Vater im Himmel thun.“
„Aber ich könnte...“


